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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1886-01-01 · [9.] für das Schlujahr 1885-86 (1886) · page 20

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[9.] für das Schlujahr 1885-86 (1886)
Date
1886-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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12 setze über Verleitung zum Abfall von Gott (25 ,(מסית ומדץ־־ן) über Gotteslästerung (26 (מגדף) und über Aberglauben, über den Glauben an Zauberer, Wahrsager27) u. d. m. Maimuni drückt sieb hierüber mit folgenden Worten aus: »Alle diese Dinge (Zauberei u. d. g.) sind eitel und nichtig und wurden von den heidnischen Völkern der Vorzeit dazu benützt, um Andere anzulocken und zu bethören; aber für Israel, das vom Lichte der Wahrheit erleuchtet wurde, wäre es unwürdig, diesen nichtigen Dingen zu folgen oder auch nur zu wähnen, dass dieselben in irgend einer Art von Nutzen sein könnten; so heisst es ja in der Schrift: Es is kein Zauberer in Jacob und kein Wahrsager in Israel; ferner: die Völker, deren Land du in Besitz nimmst, gehorchen den Zeichendeutern und Zauberern; aber du sollst es nicht also halten gegen den Ewigen deinen Gott. Wer an diese Thorheiten glaubt und meint, sie beruhen auf Wahrheit und Weisheit, nur die Thora habe sie verboten, der gehört der Klasse der Thoren und Unverständigen an und ist gleich einem unwissenden Weibe und unmündigen Kinde. Die Vernünftigen und Erleuchteten hingegen sind der festen Ueberzeugung, dass die Thora alles dieses nur darum verboten hat, weil es, weit entfernt von der Wahrheit zu sein, nur Trug und Blendwerk ist, dem die Unwissenden zu ihrem moralischen Verderben nachfolgten. Darum wird uns dieses Verbot mit den Worten eingeschärft: »Ganzund vollständig sollst du dem Ewigen deinem Gotte angehören.« 28) 10. Nicht selten bricht die Begierde mit ihrer gewaltigen und stürmenden Kraft so mächtig und rasch hervor, dasg die ethische Einsicht nicht die Zeit gewinnt, ihre Kräfte zu sammeln, um den Kampf mit Erfolg aufzunehmen; gar oft sind die Hemmungen, welche die Begierde dem ethischen Wollen entgegenstellt, so stark, dass dieses, ohnmächtig in einen Kampf sich einzulassen, zurückweicht. Der also von der Begierde sich beherrschen lässt, der wird zum Sünder gegen Gottes Gebote, gegen das ethische Gesetz. Ist aber die Liebe zu Gott und die Achtung vor dem Sittengesetze in ihm nicht völlig erstorben, so empfindet er denn doch früher oder 2°) Deut. 13, 7—19. Die lialacliische Abhandlung hierüber Sanhedrin 67a u. a. a. O. Mahn. das. 2c) Leviticus 24. Numeri 15, 30. T. Sanhedrin 55b ff. Maim. das. 27) Leviticus 19, 26. Deut. 18,10—14. Sanhedrin 65a. 2s) Maim. Aboda Sara Cap. 6.

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