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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1885-01-01 · [8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885) · page 90

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 90)
Language
German
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84 4ÜKLLEN DUR SClIlllFTERKLARUNG ABOLWALlD^S. kimgen. dass נרקיס im Talmud, Beracb. 43b, s. v. als das biblische חבצלת, Hob. 2,1, sei,3) und dass unter לשושנה Hoh. ib., die Lilie, arabisch ־לםוסאן gemeint sei. 4) Auch sonst hat Abulwalid, ohne das Werk oder den Verfasser zu nennen, die Halacköth benützt.5) Einmal citirt er eine nur in den Ha.1. sich befindende Stelle äls talmudiscb. 6) In der Einleitung zu seinem Hauptwerke nennt Abulwalid als die Autoritäten, auf die er sieb bei der Erklärung seltener biblischer Wörter nach ähnlichen Wörtern der Traditionslitteratur stütze, 7) sowie deren Erklärungen für biblische Bezeichnungen von »Maassen, Gewichten, Vögeln, Steinen und dgl.« er in sein Wörterhuch aufnehme,8) besonders die Gaonen Scherira und Häi. — Im Namen Scherira’s führt er Worterklärungen der ersteren Art in der That in beträchtlicher Anzahl an. Bei diesen Citaten nennt er entweder nur den Namen des Gaon, oder ausdrücklich das Werk desselben, dem sie entnommen sind. Abulwalid nennt cletf •י) Wb. 257, 20. S. auch B a s c h i zu Beracli. a. a. 0. A r u c h hat die Erklärung anonym, mit Hinweis auf das Targum. Diese wie die folgende Stelle finden sich im 6. Cap. der Hilch. Beraclioth. 4) Wh. 693, 8. 5) S. oben S.73,׳Anm. 24; S. 81, A. 76. * c) Wb. 625,12—:16 und 451, 22-^25. Abulwalid beweist die Existenz der Wurzel קדר, von der ויקד, Exod. 34, 8, ויקדו G-en. 43, 28, stammen, mit dem als כלאם אלאואיל, also als talmudisch bezeiclineten Ausdrucke : בקדידת הרים ובבליעת גאיות• Dieser Ausdruck steht aber nicht im Talmud, sondern in Halacliöth gedölötli, H. Erubin, c. 3 (23 c, ed. Wien). Er beruht auf Mischna Erubm 5,4: היה מודד והגיע לגיא או לגדר מבליעו, ferner: שמעתי שמקדדץ בהי* ים. Dass מקדדין (wie auch Lowe’s Misclmatext hat) eine gute Lesung sei, beweisen Aruch קד I und die bei Eabbinowitz, D. Sofrim z. St. (Y, 232), angeführten Autoritäten. Die Erklärung Abulwalids weicht von der gewöhnliehen Auffassung, wonach hier קדר) קדד) durchbohren, löchern bedeutet, ab; doch scheint sie mit der Auffassung des Hai. ged. in Übereinstimmung, bei dem (1er ganze Passus so lautet: ומדידת אלפים אמה דקאמרינן בקדידת.ודים ובבליעת גאיות וריאין אותן כאילו הן מישור• Er scheint also (las Wort im Sinne von senken genommen zu haben. Abulwalid, Wb. 451,24, 625,15 f. erklärt: »indem man in der Vorstellung, Einbildung, die Berge herabsenkt und die Thäler ebnet.« ibn Parc 11 on s. v. 58 ,קדד d: דרים פ׳ נמיכה (sic) דבותינד אמרו בקידת. Vielleicht wurde Abulwalid durch eine übereilte irrige Auflassung des דקאמרינן im Hai. gedölötli verleitet, den nach diesem Worte stehenden Ausdruck als talmudisch zu citiren. ף B. VII, 15. — ף B. XII. 30. *

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