Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [4.] für das Schlujahr 1880-1881 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 15)
- Language
- German
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Die andere Handschrift hat an der Spitze nur eine vom Copisten herrührende Rrimzeile über den Titel.51) — Das Werk selbst wird mit einer allgemeinen Einleitung* eröffnet,52) welche nach Betonung der Wichtigkeit grammalischer Kenntnisse für die Bibelerklärung gegen die Vieldeutigkeit des heiligen Textes eifert, für deren Berechtigung die Traditionsexegese nicht zur Stütze dienen könne, da diese nur als Anlehnung oder homiletische Anwendung zu gelten habe, während die Gültigkeit des einfachen Wortsinnes von den Trägern der Tradition selbst anerkannt sei.53) In diesem Sinne erörtert dann I. E. einige Stellen der aramäischen Bibel־ Version. 54) Am Schluss der Einleitung weist er die nach ihm auf mangelhafter grammatischer Erkenntniss beruhende Annahme von Wörtern, die das Gegentheil ihres gewöhnlichen Sinnes bedeuten können, wie er sie namentlich bei Menachem b. Sarnk gefunden, zurück.55) — Die eigentliche Grammatik wird mit einem nur theilweise ausgeführten Abschnitt über Zahl, Namen und Gestalt der Buchstaben eröffnet. Eine Definition der drei Recletheile leitet zu dem Capitel über den dritten derselben, die Partikel hinüber. Dann bildet ein kurzer Paragraph über die Fürwörter den Ubergang zu der ausführlichen Behandlung der eilf Funktionsbuchsta- ״Die Jünglinge Jakob,s sagten mir da : zähle uns gleich den Broten der Abigail;“ d. 1. wir sind an Zahl 200 (nach 1 Sam. 25, 13). Nun wird eine Aufforderung der Jünglinge erwartet, des Inhaltes, ihnen eine Grammatik zu schreiben. Der Dichter kömmt dem Wunsche nach und sagt von seinem Werke, was in dem — nach der angenommenen Lücke noch erhaltenen — letzten Verse gesagt ist, der freilich nur in seiner ersten Hälfte verständlich ist: ״Unsere Verständigen (Pinsker druckt unrichtig נבונים) werden durch meine Abhandlung gefördert (vgl. Prov. 1, 5) . . .“ S. noch Nachtrag. — Der von I. E. im Zachoth, Abschn. über Metrik (10 a ed. Lippmann) citirte Vers (קרא ספר היסוד יגלה לך כל סוד שפת העבריים) ist, wie nun ersichtlich, nicht der Einleitung seines eigenen Jesod Dikduk entnommen, wie Lippmann zu Safa berura 15 b glaubt. .בעזרת הנוטה שמים כדוק אהל לכתוב ’יסוד דקדוק (י5 52) Abgedruckt in der Beilage I. 58) S. mein Abr. Ibn Esra’s Einleitung zu seinem Pentateuckcommentare p. 78 ff. 54) Er citirt nach תרגום התורה ארמית das Prophetentargum תרגום המקרא. Ebenso nennt er in den Einleitungsversen zu Safa berura die hebr. Grammatik : הכמת לשון תורה ומקרא. 35) S. unten Cap. XIH.