Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 109)
- Language
- German
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93 Agadisciier Sckrift auslegungen sind nur wenige von Rabba b. b. Cbana erhalten, 34) und ausserdem eine von der Überschwänglichkeit seines Denkens zeugende Sentenz: ״Die Seele eines einzigen Frommen ist an Werth der ganzen Welt gleich zu achten. 35) 2. Ulla. Ulla wird im babylonischen Talmud schlechthin, ohne Angabe des Vatersnamens genannt, *) im jerusalemischen stets Ulla b. Ismael, * 2) hier wie dort ohne den Titel Rabbi. Er stammte aus Palästina, 3) wo er Jochanan4) und andere hervorragende Amoräer 5) hörte, kam dann nach Babylonien, wo- Mischnasätze, Zebach. 43b. Er ist vielleicht identisch mit den Zei'ra, der in j. Berach. 3a oben als מ תנאיMischnalehrer“ bezeichnet ist und als Bruder des Chijja b. Aschi, eines Schülers Rab’s. Für ודר, אבא בר הנא , was nach dieser Angabe folgt, ist aber בשם רבי אבא בר חנא ZU lesen, da er doch nicht Beider Bruder gewesen sein kann; in der That findet man auch inj. Gittin 1,1, 43b ר, זעירא בשם ר, אבא בר הנא• — Über Ze’iri s. besonders Kidd. 71b. •4ל) Zu Jerem. 23,29. Die Lehre ist dem Feuer verglichen, um anzudeuten, dass wie Feuer sich nicht von selbst entzündet, auch die Lehre bei einsamem Studium nicht Bestand hat. Taan. 7a. — Zu Jes. 28,26, Synh. 105a; zu Prov. 9,3,14, Synh. 38a (vgl. Ab. zara 19a). 35) שקולה נשמה של צדיק אחד כנגד כל העולם כולו Synh. 103b. 9 Jedoch Synh. 92a ob. עולא בר ישמעאל. 2) S. Frankel, Mebo, S. 119b f. —* Der Name Ulla kömmt in der Bibel nur einmal vor: I. Chr. 7,39. v ף Vielleicht aus der galiläischen Ortschaft Biri, בירי, wenn er nämlieh identisch mit dem nach diesem Orte benannten עולא ביראה ist. Für diese Identität spricht, dass auch dieser letztere im Namen Eleazar’s tradirt (s. Seder Hadd. s. v.), und dass Ulla einmal an den Dosithai aus Biri — ר, דוסתאי דמן בירי — eine Frage riehtet, Aboda zara 40a. N3ubauer (Geogr. du Talmud S. 365) hält Biri, die Vaterstadt Ulla’s und Dosithai’s für einen babylonischen Ort, ganz ohne Grund, da an der einzigen von ihm angeführten Stelle, Sota 10a, nicht בירי, sonder בי בארי erwähnt ist. 4) Nach Franker(a. a. 0.) findet man nicht, dass Ulla mit Jochanan persönlich verkehrt hat. Doch wird b. Nedarim 22ab ein Gespräch zwischen ihnen über ein Reiseabenteuer Ulla’s gebracht. 5) Von Simon b. Lakisch berichtete Ulla, wer ihn im Lehrhause sehe, dem erscheine er — in seiner Discussion — wie Einer, der