Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 62)
- Language
- German
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46 i4end ilirer langen Lekrthätigkeit eine Menge Schüler herangebildet, und an Stelle der Naliardeani sehen Schule, zur Zeit der Heimkehr Rab’s der einzigen, gab es unter der Leitung der hervorragendsten dieser Schüler deren eine ganze Anzahl: in Sura nahm nach dem Interregnum, in welchemuSamuel von Nahardea aus der von Rab gegründeten Akademie Vorstand, Huna die Würde des letztem ein, in Pumbeditha gründete Je hu da ein neues Lehrhaus, das zu langer Dauer bestimmt war; und in der Tigrisgegend waren drei Städte, welche durch den Fall Nahardea’s in den Vordergrund treten: Machuza. wohin der auch als Gesetzeslehrer sich auszeichnende Exilarch Rabba b. Abuha 2) sich begeben hatte, Schakanzib, wo sein Schwiegersohn, Na chm an b. Jakob zeitweise zu lehren pflegte, 3 4) nachdem er in Nahardea der Nachfolger Samuel’s gewesen, und Schilhe, das Schescheth als Wohnsitz wählte. 4) dazu kam noch Kafri, wo Chisda wohnte und lehrte, ß) bis er sich in Sura im Jahre 293, eine Lehrstätte gründete. Mit den Genannten, den Säulen der babylonischen Traditionswissenschaft, wirkten noch andere mehr oder minder namhafte Männer; und es entfaltete sich in den Lehrhäusern eine ungewöhnliche Regsamkeit, welche in den vom Talmud oft mit protokollarischer Genauigkeit wiedergegebenen Discussionen sich sehr treu wiederspiegelt. Vor Allem Sura und Pumbeditha bildeten die Brenn- 2) In der Liste der Exilarchen ist Rabba bar Abuha nicht angeführt, doch Scherira Gaon, der seinen Stammbaum auf die vorbostanaisehen Exilarchen zurückführte, nennt ihn ausdrücklich seinen Ahnen — זקננו —, und andererseits wird Nachman, der sein Schwiegersohn war (Jebam. 80b), der Schwiegersohn des Exilarchenhauses genannt (Chullin 124a, vgl. Gittin 31b.). Über Rabba b. Abuha in Machuza s. Erubin 26a; Sabb. 59b. 8) S. Joma 18b. Gewöhnlich wohnte Nachman in Machuza selbst, am Sitz des Exüarchen, was aus Erzählungen, wie B. Kamma 58b, Menach. 33a, Sukka 31a ersichtlich ist. S. Chullin 18b. Abajji sagte dem Josef: ״Es kamen Gelehrte aus Machuza, die im Namen Nachman’s Folgendes mittheilen.u Dass auch im vierten Jahrhundert der Exilarch in Machuza residirte, sieht man Erubin 25b f. 4) S. Fürst, Geschichte der jüdischen Literatur in Babylonien, Achtes Capitel. , ö) S. oben S. 36, Anm. 20.