Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 52)
- Language
- German
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36 gegen Aussprüche der Schule Rah’s. 14) Einige dieser Controversen sind in der palästinensischen Agada niedergelegt, aber so dass die Gegenansicht bloss als die der — übrigen — Gelehrten 1s) gekennzeichnet wird. 1G) Yon zwei Aussprüchen der Schule Schela’s wird im babylonischen Talmud berichtet, man habe über sie in Palästina gelacht. *') Charakteristisch ist der aus dieser Schule stammende Ausspruch über Roms Reichthum 1y) und über die gegen den Menschen Zeugenschaft ablegenden Geleitengel. 19) Mar Ukba’s Sätze sind fast durchaus durch den ausKAfri stammenden Chi s da, den nachherigen Akademie Vorsteher von Sura, tradirt. 20) Sie bekunden geistreiche Auffassung und Ge- Schicklichkeit im Auslegen. Schön sind die Aussprüche über die Verwerflichkeit der Yerläumdung, 21) über den Hochmut, 22) über 14) Über Chulda, die Prophetin, Megilla 14b, über Jesaia 59,15, Synh. 97a* 15) דבית ר׳ שילא ורבנן. 16) Zu Hohehed 7.14, Schir r. z. St.; zu כסוחה y 80,17, Schocher tob z. st. (wo für ח שילא zu lesen דבית ח שילא). 17) מחכו עליה במערבא X Vom Thurmbau zu Babel, Synh. 109a; über Keren happuch, Hrob’s Tochter (Hiob 42,14) B. bathra 16b. 18) In Rom ist ebensoviel an Goldmünzen, als in der ganzen übrigen Welt. Gittin 58a. 19) שני מלאכי השרת המלוין לאדם הם מעידין עליו, nach <// 91,!2. Taan. 11a; vgl. Berach. 58a. — S. noch Joma 38b unten. 20) Chisda, der, bevor er nach Sura ging, sein Lehrhaus in Kafri hatte, tradirt auch im Namen des Mari b. Mar. Dieser letztere war vielleicht ein Sohn des Mar ükba, in dessen Namen er tradirt: Jebam. 76b רב מרי בר מר אמר מר עוקבא אמר שמואל. Vor seine:! von Chisda mitgetheilten Aussprüchen ist stets דרש angegeben; sie sind also öffentlichen Vorträgen entnommen. Es sind - deren nur drei, aber sie zeigen, dass Mari b. Mar ein Agadist von ungewöhnlicher Gewandtheit war. An ip 119,96 anknüpfend, bespricht er die Grösse der Gotteslehre gegenüber der Kleinheit der Welt, Erubin 21a; die doppelte Exilirung unter Nebukadnezar, nach Daniel 9,14. Synh. 38a, Gittin 88a (wo irrthümlich מרימר). Diesen letztem Satz tradirte Chisda nach Einigen im Namen Mar ükba’s. — Deutung des Symbols von den guten und schlechten Feigen, Jerem. 24,1, Erubin 21a. Eine Combinirung der beiden letzten Aussprüche giebt R. Levi in Schir r. zu 7,14. 21) Arachin 15b. aa) Sota 5a.