Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 43)
- Language
- German
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27 zeichnenden Sohn haben. 178) Wer an Parteiung festhält, der Übertritt ein göttliches Verbot. 179) — Man suche womöglich in einer noch nicht lange bestehenden Stadt zu wohnen, da sich in einer solchen noch weniger Sünde angehäuft hat. 180) — Man wohne in keiner Stadt, die ohne Arzt, ohne Bad und ohne mit Strafgewalt versehenes Gericht ist.1s1) — Einem Jeden lässt Gott den eigenen Beruf schön erscheinen in seinen Augen. 182) Ziehe auf öffentlichem Platze einem Aase die Haut ab — so sagt er zu Kahana — um deinen Unterhalt zu erwerben, und nimm den Lohn dafür, und sage nicht: Ich bin Kahana und ein grosser Mann, es ist entwürdigend für mich. 183) -— Man soll eine Frau sich nicht verloben, bevor man sie gesehen; wie leicht könnte man nachträglich einen Fehler an ihr entdecken und sie verabscheuen, während es doch geboten ist: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! 184) Wer eine Frau um des Geldes willen nimmt, der wird unwürdige Kinder haben. 185) Man hüte sich sehr seine Frau zu verletzen; denn da sie leicht weint, wird ihre Verletzung schneller geahndet. 186) Man darf die minderjährige Tochter nicht verloben, sondern warte bis sie erwachsen und ihre Einwilligung giebt. 187) Man soll nie ein Kind vor dem andern auszeichnen, wie Jakob’s und m) Rösch Hasch. 17a. 179) Synhedrin 110a. 180) Sabb. 10b. 18 *) Jer. Kidduschin 66d. In b. Synh. 17b werden in einer Barajtha zehn Erfordernisse einer Stadt genannt, in welcher ein Tahnid-Chacham wohnen dürfe, ausser den von Rab genannten: eine gut verwaltete Armenkasse, eine Synagoge, Chirurg, Anstandsorte,*Schreiber (Übellarins), Jugendlehrer und Obst. Ygl. noch Elija zuta c. 16. 182) Nach Kohel. 3,11. Berach. 43b. 188) Pesach. 113a, Baba bathra 110a. 184) Kidduschin 41a. 185) Kidduschin 70a. שמתוך שדמעתה מצויה אונאתה קרובה(86ו Baba Mezia 59a. Rab’s Eheleben war kein glückliches, s. Jebam. 63a. Eine seiner Sentenzen lautet: כל הלי ולא הלי מעים כל מיחוש ולא מיחוש ראש כל רעה ולא אשה רעה Jede Krankheit, nur keine Unterleibskrankheit, jeder Schmerz, nur kein Kopfschmerz, jedes Böse, nur keine böse Frau! Sabbath 11a. 187) Kidduschin 41a.