Mannheim
Compact Memory

Die Freistatt · 1914-03-31 · Heft 12 (31.3.1914) · p. Seite 736

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Freistatt
Volume
1 (1913-1914)
Issue
Heft 12 (31.3.1914)
Article
Ein Sieg
Date
1914-03-31
Page
Seite 736 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
90% known words query
IRI
…/3119801-3119802-3119813-3121523--1321-3121611
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Vom jüdischen Leben und Schaffen m der „Welt* ohne Fußnote erscheinen werden. Nur ein wenig Geduld und Nachsicht, und der Sieg wird noch Tollständiger. M- A« Auch ein Sieg. Herr Ussischkin gilt als starker .Mann. Aber man hat doch nicht gewußt» wie stark er ist. Bialik und Rawnitzky wollten den Altmeister der neueren hebräischen und der jiddischen Literatur, Mendale Mojcher Sfurem zum Ehrenmitglied der Odessaer Gesellschaft der »Freunde 4er hebräischen Sprache11 haben und erklärten, mit diesem Antrage stehen und fallen zu wollen. Aber sie richteten gegen die »eiserne Unbeugsamkeit" Üssischkins nichts aus. Der stellte *He Kabinettsfrage, und die Folge war, daß das eingeschüchterte Plenum lieber auf Mendale, auf Bialik und auf Rawnitzki als auf Ussischkin verzichtete. . Und warum das alles? Weil der alte große Mendale niemals ein Hehl daraus gemacht hat, daß er die Patent- und Demonstrationshebräer nicht leiden könne; weil seine Liebe zum Hebräischen eine stille, unaufdringliche, keusche ist. Und wohl auch wegen des verhaßten Jiddisch, das gerade er sozusagen auf die eigenen Füße gestellt hat. Ja, das Unglaubliche ist wahr: Mendel Ussischkin, der „starke* Ussischkin, hat Mendale Mojcher Sfurim, den alten, großen Mendale, niedergestreckt und beugt sich nun mit geballter Faust über den Daliegenden Auch ein Sieg! Aber ein Pyrrhussieg — Noch einer, und man wird vielleicht endlich beginnen, sich des Rekordathleten, dessen Übergriffe und Übermütigkeiten von Tag zu Tag schlimmer werden, zu schämen. nt>. Die Freistatt 1913. Der erste Jahrgang, der mit diesem Hefte abschließt, wird nunmehr nur noch vollständig abgegeben. Er wird ab 15, April 1914 als starker Lejinenband versandt und stellt eines der wichtigsten und interessantesten Zeitdokumente dar Es empfiehlt sich frühzeitige Bestellung, da nur eine beschränkte Anzahl zur Verfügung steht. Der Preis des gebundenen Jahrgangs ist 9 Mark. Die Freistatt 1914. Der zweite Jahrgangder .Freistatt* beginnt mit dem nächsten Heft. Er wird eine Fülle überaus bedeutsamer Arbeiten und einen erheblich vergrößerten Mitarbeiterkreis aufweisen. Darüber, wie auch über Presseurteile und die programmatischen Grundsätze der .Freistatt' enthält uni^| neuer Prospekt überaus interessante Angaben. Diesef «pekt wird dem Aprilheft der .Freistatt' beiliegen und .auf..^«tifpg Interessenten, Buchhandlungen und Freunden der ,Ff&&^im jeder gewünschten Anzahl zugesandt. Man erlitte 4fctt;~4föM)H Administration der .Freistatt, Berlin-S-t^gll.ljpi

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.