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Die Freistatt · 1914-02-20 · Heft 11 (20.2.1914) · p. Seite 653

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Freistatt
Volume
1 (1913-1914)
Issue
Heft 11 (20.2.1914)
Article
Die Judenfrage in Österreich und ihre Zukunft
Date
1914-02-20
Page
Seite 653 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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652 Benzion Rubstein, Die Judenfrage usw. Am 31. Dezember 1906 trat ein Gesetz, die sog. Heimatsrechtsnovelle, in Kraft, nach dem die Gemeinde kein Recht hat, einem österreichischen Staatsbürger, der zehn Jahre ohne Unterbrechung in ihr verbracht hat, die Zuständigkeit zu verweigern. Nach der Meinung der amtlichen Statistik wurde dieses Gesetz bis 1910 von ungefähr zwei Millionen österreichischen Bürgern benutzt Der Heimatsrechtsnovelle ungeachtet ist die Zahl der Landesfremden besonders in den industriell entwickelten Ländern sehr ansehnlich. Bei der letzten Volkszählung, die zehn Jahre nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes stattfand, gab es Landesfremde in absolut , auf 1000 anwesende Bevölkerung *) Niederösterreich......... 751 052 1 212 Ob er Österreich......... 73 500 86 46 408 216 __ Kärnten............ 40 980 103 21792 41 134 768 93 Triest............ 67 910 296 14 982 57 Istrien............ 33 785 84 Tirol............. 61380 65 20 231 139 Böhmen . . . ......... 99 972 15 Mähren............ 184 579 70 Schlesien........... 114 599 151 Galizien........... . 53 054 7 48 845 55 Dalmatien........... 9109 14 In Triest bildeten die Landesfremden (d. h. die in anderen Ländern der österreichischen Monarchie Heimatsberechtigten, außer den Ausländern) 30 Prozent der anwesenden Bevölkerung, in Niederösterreich und Salzburg mehr als 20 Prozent, in Kärnten, Vorarlberg und Schlesien mehr als 10 Prozent, in sieben Ländern (Oberösterreich, Steiermark, Görz u. Gradiska, Istrien, Tirol, Mähren und Bukowina) mehr als 5 Prozent und nur in vier Ländern (Krain, Böhmen, Galizien und Dalmatien) weniger als 5 Prozent. In Kärnten, Krain, Görz u. Gradiska, Istrien, Tirol, Vorarlberg, Böhmen, Schlesien und Dalmatien stieg sogar im *) Außer den Ausländern.

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