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Die Freistatt · 1913-10-08 · Heft 6-7 (8.10.1913) · p. Seite 404

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Journal
Die Freistatt
Volume
1 (1913-1914)
Issue
Heft 6-7 (8.10.1913)
Article
Aus der Berliner jüdischen Gemeindebibliothek
Date
1913-10-08
Page
Seite 404 (sequence 3)
Language
German
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_ Vom jüdischen Leben und Schaffen. 403 Mf^HMMtaM^**^^IP«aHH^HIMIMIIIMMMiHMHII^taHP^^*^MMailtfHiriniWVi^ meisten aber nicht der Fall zu sein scheint Die Transkription, die der Katalog für das Hebräische gebraucht (— hier soll übrigens nicht gefragt werden, ob diese wissenschaftlich-christlich-s'efardische Transkription wirklich die einzige Möglichkeit ist —), wird ganz unzulässigerweise auch auf die aus dem Hebräischen stammenden jiddischen Worte angewandt So kann man hier das jiddische „kürew" als „Qarob", „car" als „Saar", „masmid" als „Matmid", „erew" als „Ereb" entdecken. — Man sieht, ich bin tatsachlich noch lange nicht damit zufrieden, daß es in der Berliner jüdischen Gemeindebibliothek überhaupt jiddische Bücher gibt, — Daß sie auf diesem oder auf allgemeinem jüdischen Gebiete gar irgend welche Aktivität zeige, das liegt so jenseits des Bereiches der Möglichkeit, daß es hier nicht unter den Gründen der Unzufriedenheit figurieren kann. Es wäre interessant zu wissen, wie die Verhältnisse in anderen größeren jüdischen Bibliotheken liegen. Shaban. Statistik. Im „Zionistischen Merkbuch" findet sich eine Tabelle „Prozentsatz der jüd. Bevölkerung verschiedener Städte zur Gesamtbevölkerung 1909": Jerusalem Lodz 62,5 % 47,5 % Odessa Warschau 33,25 % 33,36 % New-York Budapest 26,3 */o 23,0 % Nicht etwa wegen seiner Bedeutung für das jüdische Herz steht hier Jerusalem an der Spitze. Nein, die trockenen Ziffern der Statistik haben ihm diesen Ehrenplatz verschafft Dahinter aber birgt sich wohl unausgesprochen die Absicht, zu zeigen, wie die Verhältnisse für die Juden in Palästina eigentlich viel günstiger sind als im „Galuth". Vielleicht soll übrigens noch der Anschein erweckt werden, als ob die vielen Juden Jerusalems, welche die Mehrheit der Juden in ganz Palästina ausmachen, mit der zionistischen Tätigkeit in kausalem Zusammenhang stehen; davon kann natürlich keine Rede sein. Die obige Liste nimmt ein vollständig verändertes Gesicht an, wenn man das statistische Bild des Golus ein wenig ausführlicher zeichnet Hier folgt eine Zusammenstellung (nach: „American Jewish Year Book 1911", „Die sozialen Verhältnisse der Juden in Rußland" usw.) jüdischer Gemeinden von 10—300000 Seelen: Berditschew . 88 7o | Mohilew 58 % Mogador 53 % Pinsk 80 «Yo Uman . 58 % Witebsk 52 % Brest-Citowske 79 % Odessa . 57 % Stanislau 51 % Slonim . 73 % Saloniki 57 % Kolomea 51 o/o Brody . 72 V« Balta . 57 % Botoschani . 50 % Slutzk . 72 % Rorno . 56 % Safed . 50 7» Bialystok 66 °/o Bielzy . 56 °/o Kischinew 50 7« Hornel . 62 7o Minsk . 55 % Warschau 50 % Polotzk 62 % Korno . 55 % Proskurow . 50 % Jerusalem 60 % Bobruisk 54 o/o Jassi 58 °/o Comza 54 %

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