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Die Freistatt · 1913-10-08 · Heft 6-7 (8.10.1913) · p. Seite 401

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Journal
Die Freistatt
Volume
1 (1913-1914)
Issue
Heft 6-7 (8.10.1913)
Article
Eine hebräische Enzyklopädie [Rezension]
Date
1913-10-08
Page
Seite 401 (sequence 1)
Language
German
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400 Bücherbesprechungen. Hebräisches Wörterbuch. Ein neues hebräisches Wörterbuch ist, wie ein Prospekt der Herausgeber (Verlag „Tuschijo" u. J. Ramberg) berichtet bereits im Satze. Es soll aus sechs voneinander unabhängigen Einzelwörterbüchern bestehen, die je das gleiche hebräische Material mit hebräischer, jüdischer, russischer, deutscher, französischer, englischer Uebersetzung bringen. Es soll fast der ganze hebräische Wortschatz der Bibel, der beiden Talmude und der Midraschim, der mittelalterlichen Literatur, der Pijutim, sowie der hebräischen Neubildungen der jiddischen Sprache aufgenommen werden, Wobei diese Herkunft bei jedem Worte vermerkt wird. Auch die übrige lexikalische Einrichtung soll vorzüglich bearbeitet werden. Es ist erfreulich, daß der Haß, der seit einiger Zeit in gewissen auf modern-hebräischem Gebiete arbeitenden Kreisen gegen die jiddische Sprache herrscht, anscheinend keine Ausbreitung findet, wie aus der Tatsache hervorgeht, daß ein Teil für Jiddisch bearbeitet, und daß dieses auch bei der Zustellung des Wortschatzes selbst berücksichtigt ist Der Prospekt bringt auch einige Probeseiten für alle sechs Wörterbücher, die für die fertigen Werke Gutes voraussehen lassen. Doch finden sich manche Irrtümer und Druckfehler, von denen einige erwähnt seien (verknirrt, Wiederhall, konterbandieren; inebra-ubable, majesteux, espece, curber; rissing up, allmightinnes, withnesses und so weiter); im jiddischen Teile stehen Wörter und Formen, die der jiddischen Sprache vollständig unbekannt oder dem Volk und gttten Schriftstellern fremd sind, oft neben den richtigen jiddischen, aus dem Hebräischen stammenden Ausdrücken (shwigerfüter, „Bräutigam", „Hochzeit", fardacht, mite, ousshprechn, lust, fotkomen, gefar, geachtet, trout usw.). sch. Eine hebräische Enzyklopädie. Unter Redaktion des bekannten Orientalisten I. Marko n~St. Petersburg beginnt demnächst eine großangelegte Enzyklopädie des Judentums in hebräischer Sprache (Enzyklopädia Ibrit, Ozar Hajahdut) zu erscheinen, welche das gesamte Gebiet der jüdischen Wissenschaft, Bibelkunde, Talmud, jüdische Geschichte und Literatur, jüdisches Volksleben und jüdische Kulturgeschichte von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart umfassen soll, und sicher eine empfindliche Lücke in der hebräischen wissenschaftlichen Literatur ausfüllen wird. Die hervorragendsten Gelehrten auf allen Gebieten der Wissenschaft des Judentums haben ihre Mitwirkung dem großen Unternehmen zugesägt, jeder auf seinem Spezialgebiet. Aus der Fülle der ca. 200 Mitarbeiter seien hier nur wenige genannt, die auch in der Redaktior der Enzyklopädie als Fachredakteure sich beteiligen. Biblische Literatur und Massora: Prof. Blau (Budapest); Mischnah: Dozent Dr. Banet (Berlin); Agadah: Prof. Dr. Bacher (Budapest); hebräische Philologie: Prof. Dr. Barth (Berlin); Karäer: Dr. Poznansky (Warschau); jüdischarabische Literatur: Prof. Goldzieher (Budapest); Ethik: Prof. Hermann Cohen (Berlin) und Dr. Guttmann (Breslau); Theologie: Prof. Kohler (Cincinati). Besonderes Gewicht wird gelegt auf Geschichte und Geographie Palästinas: Prof. Kraus (Wien) und die moderne hebräische Literatur:

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