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Die Freistatt · 1913-10-08 · Heft 6-7 (8.10.1913) · p. Seite 367

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Journal
Die Freistatt
Volume
1 (1913-1914)
Issue
Heft 6-7 (8.10.1913)
Article
Der Untergang jüdischer Gemeinden
Date
1913-10-08
Page
Seite 367 (sequence 5)
Language
German
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366 Benzion Rubstein, Der Untergang usw. letzten Jahrzehnt überhaupt relativ verkleinert hat: In Böhmen um 0,3 Prozent und in Mähren um 0,2 Prozent So blieb also die jüdische Auswanderung in den letzten 10 Jahren ungefähr die gleiche wie in den vorigen. Diese Auswanderung kommt hauptsächlich aus den kleinen Städten und Dörfern, aus den größeren und mittleren städtischen Zentren dagegen fast gar nicht. Das ist daraus zu ersehen, daß zu gleicher Zeit, während die jüdische Bevölkerung Böhmens und Mährens absolut abnahm, sie in den meisten Städten (15 von 16) mit mehr als 25 000 Einwohnern stieg, in einigen sogar ganz bedeutend, wie an folgender Tabelle klar wird: Städte 1890 1900 1910 *) Böhmen: Prag **) 17635 18986 18041 Reichenberg 957 1107 1246 Aussig 479 840 981 Brüx 626 786 875 Budweis 1088 1573 1670 Eger 503 554 558 Gablonz 467 596 827 Königl. Weinberge 2040 3450 4703 Pilsen 2527 3203 3571 Sniichov 915 1105 1140 Teplitz 1865 2497 2955 Zizkov 570 838 1444 Mähren: Brünn 7087 8238 8945 Iglau 1497 1450 1304 Mähr. Ostrau 1356 3272 4152 Prossnitz 953 987 1443 *) Die Gemeindelexika von der letzten Volkszählung (1910) sind noch nicht erschienen, und wir entnehmen die statistischen Daten über die böhmischen und mährischen Städte dem Artikel von W. Haecke, „Die Städte Oesterreichs nach der Volkszählung" in „Stat Monatsschrift'* IV, 1913. **) Die Abnahme der jüdischen Bevölkerung Prags ist bloß eine scheinbare, da sich die jüdische Bevölkerung der Prager Vororte im selben Dezennium vergrößerte. In Wirklichkeit hat sich die jüdische Bevölkerung Prags mit den Vororten (außer den obenerwähnten Städten: Smichkov, Königl. Weinberge und Zizkov, die eigentlich bloß Vorstädte von Prag sind) im Laufe des letzten Jahrzehnts um 1813 Seelen vergrößert. „Hauptergebnisse usw."

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