Die Freistatt
- Journal
- Die Freistatt
- Volume
- 2 (1914)
- Issue
- Heft 4 (Juli 1914)
- Article
- Zur jiddischen Theaterfrage
- Date
- 1914-07-01
- Page
- 228 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Üi J. ML IC sudln, %m pdÜfaehm The*t«r£raff4 jttMitmmimimMmimitm^^ zusammengebrachten Fonds stabile, jüdische Theater* wenn auch nur in #wei drei größeren Zentren {%. B. New-York, ^Warschau* Lemberg) zu gründen, die nicht Privateigentum sein sollen. Wandertruppen, durch die gleichen Institute gegründet, können sich dann allmählich der anderen Platze bemächtigen. Unter dem Schauspielermaterial könnte man zweifelsohne für einige literarische Truppen Kräfte finden. An einem Repertoire würde es dann auch nicht fehlen (anfangs müi?te man sich mit Übersetzungen begnügen). Das Hauptübel des heutigen jüdischen Theaters ist die Regie. Es gebricht an Fachleuten, sachverständigen Künstlern. Auch hierin ließe sich "Wandlung schaffen. Nicht hier ist der Ort, auf alle Einzelheiten der Frage einzugehen. Aber ein paar Hinweise genügen, um über Allgemeinstes zu orientieren. Von einer jüdischen, dramatischen Schule, einen jüdischen Stil u, dergL m. zu sprechen, wäre verfrüht. Die Entwicklung wird allmählich auch dazu führen. Eines aber muj? schon heute erwähnt werden: das heutige jüdische Theaterpublikum setzt sich aus der schlichten Masse zusammen und man darf daher nicht auJ?er acht lassen, dal? das Volk seinen eigenen Geschmack hat. Ein rein künstlerisches Theater aufrecht zu erhalten, ist nur die Bourgeoisie im stände, da sie der tonangebenden Intelligenz blindlings folgt- Wo aber ist die jüdische Bourgeoisie und die jüdische Intelligenz? (Aus dem jiddischen Manuskript)* J. M. Kamila. Originals by courtesy of Dr. Anatol Schenker