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Die Freistatt · 1914-07-01 · Heft 4 (Juli 1914) · p. 220

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Journal
Die Freistatt
Volume
2 (1914)
Issue
Heft 4 (Juli 1914)
Article
Die Auseinandersetzung mit der Assimilation
Date
1914-07-01
Page
220 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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220 Fritz Mordecbai Kaufmann, Die Auaemanderaetztm^ mit der ÄflMmilatiofi iiimiimiiwiimMiiiwimtMiMiiimtiiimiM^^^ Und man bedenke nun, was dann geschähe, hatten sie in der Tat dieser Idee und nieht ihrem Zweckgehilde gegenübergestanden* Dann würde die Auseinandersetzung zwischen ihnen und uns sich dort abspielen, wo allein sie es darf : auf dem Gebiet des Ethos, und würde das sein, was sie immer hatte sein müssen, hellauflodernder Kampf derer, in denen die lichte, freudige Zuversicht ist, dal? ihr Handeln zu den großen Dingen dieser Erde und den höchsten Angelegenheiten ihres Volkes gehört, gegen alle, die fühlen: sie sind Knechte fremden Geheißes, Knechte* denen irgend ein dummer Zufall ihr ^Wertvollstes niederzwang und die noch dann Knecht genug sind, diesen Zufall zu loben. Man weiß, daß diese Auseinandersetzung bisher nicht stattfand* Jene haben die zwingende Stärke der nationalen Idee nie an sich erfahren; statt dessen trat ihnen der Zionismus gegenüber, ein Zionismus, der noch so unreif war, den weiten nationalen Gedanken nur in seiner Zuspitzung auf Palästina gelten zu lassen, und ihn, der nimmermehr von Erörterungen über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit der Verwirklichung abhängig gemacht werden durfte, mit allerlei Rentabilitätslehren über Palästina eng verknüpfte. Damit ward einer der gewaltigsten Kämpfe im Judentum auf das unfruchtbare Feld dialektischer Empirik hinübergedrängt, und hier wo er das ethische Gebiet kaum streifte, zu einem Gegeneinander logischer Argumente: die ungeheuere ethische Minderwertigkeit der Entscheidung für die Assimilation trat dabei gar nicht zu Tage, wo alles auf den für Gegenständliches und für Zweckmäßigkeiten empfänglicheren Sinn ankam. Nicht aber war diese Art der Auseinandersetzung eine unzulässige allein der unrechtmäßigen Verschiebung des Kampfplatzes wegen — sie war es auch in einem logischen Sinn. Denn nicht Zionismus heißt der Gegensatz von Assimilation, und nicht mit diesem hat sie es zu tun, sondern mit der primären nationalen Idee. Und nicht war ihr das Problem und Diskussionsobjekt, ob der Zionismus realisierbar sei — das geht allein uns etwas an, die auch wir die nationale Idee verwirklichen wollen, aber andere, wie wir glauben bessere Wege dafür fanden; auch die Territorialisten geht es an, die Seimisten und wer sonst noch im nationalen Lager Originals by courtesy of Dr. Anatol Schenker

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