Die Freistatt
- Journal
- Die Freistatt
- Volume
- 2 (1914)
- Issue
- Heft 4 (Juli 1914)
- Article
- Die ostjüdische Studentenschaft in Westeuropa
- Date
- 1914-07-01
- Page
- 211 (sequence 4)
- Language
- German
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Mö-**# Ro»«ablum¥ Die MtfmUmhM Studmiemchu.it in Vs/'mtMutopm 211 4kmml durch nichts auf sie der Verdacht auch der geringsten Ver- *ftv*m:!nehaft zum Judentum falle. t n^fr konnte aber dieser Zustand bei dem nationalsozialen ■ffi■%*'licn des jüdischen Lebens und bei dem immer mehr wach- 4a Zuflu.1? jüdischer Studentenmassen nicht dauern. Immer 'flärWr wird der Strom, der neue Menschen mit sich bringt.;-|Mimuhlich macht sich ein Wendepunkt in der Entwicklung der;:;.*K'*li»nien« bermerkbar: es beginnt eine Sehnsucht zu erwachen ||# h einem jüdischen Milieu, nach eigenen kulturellen Anstalten, W^l^ li€ die individuellen Bedürfnisse der jüdischen Studenten be~ :|| m -d'igcn "könnten. Solche Anstalten werden wie von selbst geschaffen, flu Kolonien differenzieren sich. Es entstehen jüdische Kolonien, ::pd:mvh nicht nur nach Zusammensetzung, denn solche waren sie h früher, sondern auch nach ihrem Inhalt, nach ihrem indi- :%kiurllen Charakter, Zehn weise Korrespondenzen in den jüdischen §iyfjr ntenorganen erzählen uns die Entstehungsgeschichte jüdischer IlH^falten: da hat eine Mitgliedergruppe einer »russischen« Bibli~ #iltri die Anschaffung jüdischer Ausgaben gefordert, die Mehrheit w-eifert die Bitte, die Minorität (oft zehn Leute) tritt aus und |iiHtdet eine jüdische Bibliothek; dort hat sich der * allgemeine« fCIuh (der früher »Tschechow-Klub« oder »Gorki~Verein« ge~ n hat) in einen jüdischen Verein verwandelt d. h. in das, ■i* se er nach seinem Bestand schon lange gewesen ist; an einem tlraten Ort wieder anders. Uberall auf eine besondere ^Veise Mmä durch Differenzierung der amorphen jüdischen Studentenmasse f#4**ohc studentische Organisationen entstanden.!.he Organisationen waren sehr verschiedenartig und vielfarbig. |i# unterschieden sich durch ihre Statuten oder durch ihren I..."hdi-Ater und ihre Tätigkeit, An einem Ort ist der Verein rein I.utturcll, literarisch. An einem zweiten umfaßt er auch die binomischen Interessen der Mitglieder. An einem dritten stellt m «ich national - politische, überhaupt erzieherische Ziele. Es $*ht auch Vereine, die für alle Bedürfnisse ihrer Mitglieder sorgen m.^8,liliel?lich der physischen Entwicklung. Aber tragen die Organisationen nun hebräische oder jüdische N-4meu, sind ihre Ziele breiter oder schmaler, alle vereinigt sie ein Originals by courtesy of Dr. Anatol Schenker