Die Freistatt
- Journal
- Die Freistatt
- Volume
- 2 (1914)
- Issue
- Heft 4 (Juli 1914)
- Article
- Die ostjüdische Studentenschaft in Westeuropa
- Date
- 1914-07-01
- Page
- 209 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3119801-3119814-3119818-3119842--1702-3119888- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Mmm M&»*mMum,i EN« tiNttj&Jiitih« Stinimtmmh&it in Vs/mt®umpm im Ausland zerbröckelt und zerspalten sein mag — doch sind die üJitfUcn Zusammenhänge, die vorher kaum bemerkten Faden noch mvht zerrissen, die ihr Schicksal mit dem des jüdischen Volkes *-rrknüpfen. Und als das Drängen im Volksorganismus zu steigen |h!|} um und damit das Streben nach besserer, lichtvollerer Zukunft* *i«d endlich eine jüdische Studenschaft zum Leben auf, eine f *M«e«dköpfige, organisierte Armee, ein kräftiges, gesundes Glied Volksorganismus- Leider besitzen wir im einzelnen kein genügendes statistisches Material und keine genauen chronologischen Angaben über die ftttt wicklung und Organisierung der ostjüdischen Studentenschaft in Westeuropa. Die ausführliche und ins Einzelne gehende Be~ Ir^rhtang dieses Entwicklungsprozesses in seinem ganzen Umfang m-ha'Steigt den Rahmen eines gewöhnlichen Zeitschriftenartikels. Das Ziel des vorliegenden Aufsatzes ist, einen allgemeinen Über* iilu k über die Hauptmomente dieses höchst interessanten Prozesses Ii* ||cben, die Hauptkonturen der allmählichen Differenzierung m%d Organisierung der ostjüdischnn Studentenschaft im Westen ws* der Zeit vor der Züricher Konferenz bis heute zu zeichnen. Wessen der außerordentlichen Wichtigkeit und des aktuellen Interesses will ich besonders ausführlich auf die Kampfbewegung §*^k:n den jüdischen Studentenverband, die jetzt ihre größte Schärfe reicht hat, eingehen und mich bemühen., dem Leser einen richtigen tin;t iff von den verschiedenen Elementen zu geben, die sich in vier Bewegung vereinigt haben, von ihren Anklagen und Kampfmitteln, wie auch eine elementare Darstellung des heutigen Standes lii r Dinge, der herrschenden Bestrebungen und Stimmungen in iL r breiten Studentenmasse, um einiges Material zu gewinnen für St Perspektiven, die sich für sie in der Zunkunft eröffnen. II Wenn man bis vor kurzem über eine mehr oder weniger be~ iif itfcnde Gruppe von rußandischen Studenten in irgend einer »inländischen Universitätsstadt sprach, pflegte man diese Siedlung mui dem Namen »russische Kolonie« zu bezeichnen, ohne darauf Originals by courtesy of Dr. Anatol Schenker