Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Aus dem Briefwechsel Steinheim - Zunz
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 269 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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f ’S 1 I fände, wo sie zugleich einer von mir entspräche. Noch aber müssen unsere Briefe die Kette sein, in der wir den Einschlag unserer Gedanken und Gefühle hin und her weben. Sie feiern demnächst einen Geburtstag. Da freilieh kommt dieser Brief etwas zu früh; allein ein wenig mehr Festlichkeit mag ihm dennoch schon als Prodromus3) gestattet sein. Er hat deshalb eine goldene Kontur im Eingang.4) Zum Schlüsse habe ich Ihnen noch die Um־ stände mitzuteilen, unter denen ich die Bekannt־ schaft des Herrn Sekretärs gemacht habe. Er hatte nämlich ein Journal in Straßburg, wo er sich als Schullehrer ernährte, unter dem Titel Le Regenerateur herausgegeben, das zur Erweckung religiöser, volkstümlicher Interessen in Frankreich, besonders im Elsaß, bestimmt war. Er hatte mich zum Mit־ arbeiter gemacht, allein das Journal verewigte sich, bevor es noch von meinen Schreibereien Gebrauch machen konnte.5) Bei meinem kurzen zweitägigen Aufenthalt 1837 in Straßburg, lernte ich ihn persön־ lieh kennen.0) Erfuhr sodann später, daß er von Straßburg entfernt sei und vor wenig Tagen durch eine Art Überraschung von ihm selbst, daß er eine solche Charge in Paris bekleide. Jetzt reist er durch Deutschland, ich weiß nicht in welcher Qualität. Ich hatte aber ihm gemeint, einen Dienst zu leisten, wenn ich ihm Gelegenheit gäbe, Sie kennen zu lernen. Es ist so leicht nicht, solche Dienste zu Gegenseitigem zu machen. Dazu gehört viel, sehr 269