Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Aus dem Briefwechsel Steinheim - Zunz
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 266 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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das andere zu entscheiden. Twesten war mit dei Arbeit sehr zufrieden und hat mich beredet, das Heft als eigene Broschüre herauszugeben. Nun genug für diesmal! Viele Grüße an Ihre treffliche Gattin von Ihrem Freunde Steinheim. Zunz an Steinheim. (Aus Briefbuch.)1) Am 3. Juli 1842. — — — All der Lärm um die weltliche und geistige Hegemonie ist schon in hundert Gestalten dagewesen, und die Leute sind so besorgt um fremde Weisheit und Sittlichkeit, daß sie selber darüber zu Schurken und Narren werden.-Die Rabbinerweit ist offenbar in der Auflösung, die neuen Kräfte müssen erst an einem neuen Organismus gesunden. -Zu zehn Büchern mit Materialien und Gedanken von Ernst schreibe ich kein einziges; die Stunde ist wohl noch nicht gekommen. Bisweilen glaube ich auch, niemanden damit zu dienen. Z. Anmerkungen zu Brief IV. 1J ״Denn darum bist du unter den Schatten meines Gebälks gekommen“. (Frei nach Gen. 19, 8.) 2) Hier spricht aus Steinheim der Arzt, der einen guten Teil seiner medizinischen Arbeit auf die Erforschung der Epidemieen und Seuchen verwandt hat. Über Steinheims Bedeutung als Arzt und Naturforscher unterrichtet notdürftig die Arbeit von S. P a g e 1 in der Zeitschrift ״Janus“ (Leiden, 1903, Nr. 5—6); das Thema wäre einer erneuten und gründlicheren Bearbeitung wert, da Steinheims Bedeutung für die Darstellung der neueren Medizingeschichte noch nicht gebührend erkannt worden ist. 266