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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1938-01-01 · 31 (1938) · p. Seite 234

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
31 (1938)
Article
Zum Andenken an Leopold Zunz
Date
1938-01-01
Page
Seite 234 (sequence 12)
Language
German
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die Fürstin Leiningen, die Königin, geführt von dem Fürsten, der Prinz of Wales und sein Bruder. Ich sah sie ganz nahe und ging neben ihnen herum. Wir hörten mit einem Mal, die Königin will das Treibhaus bei Goldsmid sehen und ich und Caroline eilten nach Hause. Die Tore wurden breit aufgemacht, Lady Goldsmid trug mich, was zu tun sei; eine solche Ehre wäre ihnen noch nie widerfahren, sie kenne die Etikette nicht. Ich sagte ihr: Sie müssen sie führen! Nun waren wir außer der Begleitung der Königin nur ungefähr sechs Menschen, da die anderen Goldsmids noch im Botanischen Garten geblieben waren, und sie waren uns noch näher15). Nachher frühstückte ich noch mit der Familie und vier Damen nahmen mich in ihrem Wagen mit und brachten mich vor meine Türe. Sonntag zu mittag um 6 % Uhr sind wir bei Goldsmids eingeladen. Gestern aßen wir mit Zedner, sahen die türkische Ausstellung, den Great Western Bahnhof, Oxford Terrasse. Donnerstag, den 10., bis K*4 Uhr bei H. Dann nach dem British Museum, Ninive gesehen, Dr. Watts, mit Zunz bpi A. gegessen, drei Grazien — Cohn aus C. gesprochen, St. James’s Park, Green Park, Palast der Königin. Kaffeehaus in Pallmall, Kaffee nicht zu trinken. Im Panoptikum, 15) Bei dieser Gelegenheit wurde Frau Adelheid Zunz der Königin Viktoria vorgestellt, die sich des längeren mit ihr unterhielt. Wir finden darüber in der Allgemeinen Zeitung des Judentums vom 18. Juni 1855 (S. 318), folgende Korrespondenz, von der sich eine Abschrift von Zunz’ Hand unter seinen Papieren im Zunz-Archiv findet: Unser Nestor der jüdischen Literatur, Herr Dr. Zunz, weilt seit mehreren Wochen bereits in London, um die Schätze des britischen Museums für seine Studien zu benutzen; von da wird er sich nach Oxford in Begleitung des Herrn Steinschneider, der einen Katalog der dortigen Bibliothek anfertigt, auf längere Zeit begeben. Herr Dr. Zunz wohnt in London bei dem Baronet Goldsmid, der kürzlich mit einem Besuche der Königin Victoria beehrt wurde, welche die seltenen Blumen, in deren Besitz Herr Goldsmid ist, in Augenschein nehmen wollte. Bei dieser Gelegenheit wurde Frau Dr. Zunz der Regentin vorgestellt, und diese unterhielt sich beinahe eine Stunde mit der geistreichen Frau. Ganz London kann sich noch nicht von dem Erstaunen über diese Huld erholen. 234

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