Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Zum Andenken an Leopold Zunz
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 225 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 2× ep/1002670
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gestifteten Verein für Cultur und Wissenschaft der Juden, welcher die soziale und politische Verbesserung der Lage der Israeliten bezweckte, nahm er tätigen Anteil und redigierte die von jenem Verein herausgegebene Zeitschrift für die Wissenschaft des Judentums (Berlin 1822,23, 1 Band in 8). In derselben brach sein Aufsatz „Raschi“ Bahn auf dem Gebiet der biographischen Darstellung der Heroen jener vernachlässigten Wissenschaft-). Von Mai 1820 bis September 1822 war Zunz Prediger bei der deutschen Synagoge, die ein Teil der Berliner Gemeinde gegründet hatte. Sechzehn der dort gehaltenen Reden sind 1823 [Berlin bei Schlesinger] erschienen. Im Januar des Jahres 1821 erwarb er sich das Doktor-Diplom von der Philosophischen Fakultät in Halle. [Im Jahre 1822 verheiratete sich Zunz.] Vom Anfang des Jahres 1824 bis Ende 1831 war er Mitredakteur bei der Spenerschen Zeitung, für welche er vornehmlich die französischen Artikel und die Kammerverhandlungen bearbeitete; vom September 1825 bis Oktober 1829 Commissarius und Direktor der jüdischen Gemeindeschule. [Beide Stellen legte er nieder, als er deren fernere Beibehaltung nicht mit . . . .]3). 1830 erschien seine Beleuchtung der theorie du. judaisme des Abbe Chiarini; im Monat Juli 1832 seine „Gottesdienstlichen Vorträge“, ein Werk, von welchem Gfrörer behauptete, seit Spinoza habe kein Jude ein solches Buch geschrieben, und welches überall die günstigste Aufnahme gefunden4). Einzelne Abschnitte daraus sind in französischer, englischer und hebräischer Übersetzung erschienen. Die folgenden Jahre ernährte sich Zunz durch Privatstunden und lite- 2) A enthält noch über „Raschi“ folgenden Zusatz: „Derselbe ist von Verschiedenen gedruckt, auch im Hebräischen, Französischen und Holländischen bearbeitet erschienen“. 3) Dieser Satz lautet in A: [Nachdem er sich bewogen gefunden, beide Stellen niederzulegen, beschäftigten ihn literarische Arbeiten und Unterricht]. 4) Die „Gottesdienstlichen Vorträge“ werden in A folgendermaßen charakterisiert: „ein Werk, das in dem Fache der biblischen Kritik, der jüdischen Literatur überhaupt und . des Midrasch sowie des Synagogenwesens insbesondere Epoche machte und von welchem [da es seit längerer Zeit vergriffen] eine zweite Auflage zu erwarten ist.“ 15 225