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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1938-01-01 · 31 (1938) · p. Seite 224

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
31 (1938)
Article
Zum Andenken an Leopold Zunz
Date
1938-01-01
Page
Seite 224 (sequence 2)
Language
German
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nungen werden, soweit sie von Interesse sind, in eckigen Klammern mitabgedruckt; ebenso sind Abkürzungen aufgelöst. Die genauen Titel der von Zunz genannnten Schriften sind in seinem Verzeichnis „Meine Schriften“ (Jahrbuch Band 30, S. 141 ff.) angegeben. Lebensabriß, entworfen von J., hie und da abgeändert von Z. Leopold Zunz, geboren 10. August 1794 in Detmold1). Der Vater war Lehrer, und die Eltern nahmen kurz darauf ihren Wohnsitz in Hamburg, von wo Zunz bald nach dem Tode seines Vaters (1802, Juli) in die Samsonsche Freischule zu Wolfenbüttel aufgenommen wurde (1803, 5. Juni). Als er kaum 12 Jahre alt war, hatte er bereits den ganzen kleinen Hemeling durchgerechnet und die bedeutendsten Aufgaben zu Papier gebracht, auch in hebräischer Sprache eine witzige Schrift verfaßt, in der die Mißbräuche jener Schule geschildert wurden. Als die Anstalt im April 1807 gänzlich umgeschaffen und die Leitung Herrn S. M. Ehrenberg aus Braunschweig übertragen wurde, erhielt Zunz an diesem vortrefflichen Manne einen Lehrer, Erzieher und väterlichen Freund; eine Freundschaft, die sich bis heute erhalten und auf die Kinder Ehrenbergs vererbt hat. — Von 1809 April bis 1811 Oktober besuchte Zunz die Prima des dortigen Gymnasiums, und bereits 1810 ward er in dem Institut, wo er bisher Schüler gewesen, als Elementarlehrer angestellt, bis er September 1815 die Universität von Berlin bezog, um Philologie zu studieren. Teils als Hauslehrer, teils durch Privatunterricht für seine Subsistenz gesichert, hörte er von 1815 bis 1819 vornehmlich die Vorlesungen von F. A. Wolf, Boeckh, de Wette. Seine ersten Aufsätze, poetischen und satirischen Inhalts, erschienen 1817 in Gubitz’ Gesellschafter; ein Jahr später gab er „Etwas über die rabbinische Literatur“ (Berlin 1818) heraus, das in bezug auf die Wissenschaft der jüdischen Literatur von einem Beurteiler „der Herold einer neuen Zeit“ genannt wird. An den von Gans im November 1819 *) A bringt noch folgenden Satz: „hatte seinen ersten Unterricht bei seinem Vater“. 224

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