Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Neue Palästina-Ausgrabungen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 119 (sequence 21)
- Language
- German
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Schürfungen, die die American School for Oriental Research im Januar 1936 zur Klärung der Frage' durchführen ließ, nur spärliche Reste aus arabischer, byzantinischer und hellenistisch-römischer Zeit zu; Tage fördern. Auch auf dem nahegelegenen Ras Charrübe, in dem A. Alt die Stätte von Anathöth vermutet hatte, ließen sich Spuren einer größeren Niederlassung nicht feststellen. Immerhin brachten die Schürfungen hier Scherben von der Zweiten Eisenzeit bis in byzantinische Zeit zu Tage, doch kann die hier gelegene Ortschaft erst zwischen 800 und 600 v. Chr. von Bedeutung gewesen sein. Die wirkliche Lage von Anathöth bleibt demnach ungeklärt.21) Daneben wurde eine Reihe wichtiger Einzelfunde gemacht. So wurden in ’Af ule im Emek im Jahre 1931 bei der Errichtung eines Wasserturms in einer Tiefe von 2 Metern Scherben gefunden und durch E. L. Sukenik nach Jerusalem gebracht. Zwei Jahre später veröffentlichte B. Maisler Tonware von demselben Ort. Nach den Untersuchungen von Engberg und Shipton handelt es sich dabei um Reste aus chalkolithischer Zeit und der Späteren Bronzezeit. Jüdische Siedler haben jedoch beim Häuserbau auch Scherben der Eisenzeit entdeckt. Allem Anschein nach hat hier also zwischen Megiddo und Bethsean schon in frühester Zeit eine größere Siedlung gelegen, die vielleicht mit einem der beiden 21) E. P. Blair—A. Bergmann—W. F. Albright, BASOR 62, 18 ff.; QDAP 5, 195 f.; Thomsen, AfO 11, 271 f. 119