Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Neue Palästina-Ausgrabungen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3111067-3111128-3119351--7967-3119525- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
nachdem eine ältere Siedlung bereits um 1200 v. Chr. durch einen gewaltigen Brand zerstört worden war. Unmittelbar auf dem gewachsenen Felsen fanden sich Scherben der Frühen Bronzezeit, die zu einer um 2000 v. Chr. angelegten Siedlung gehören, die eine jüdische Siedlung mit Münzen des Johannes Hyrcanus, Alexander Jannaeus u.a.m. und schließlich eine römische Niederlassung, deren Ende durch eine Münze aus dem 3. Jahr des ersten Aufstands, also 69 n. Chr., bezeichnet wird. In größerer Tiefe stieß man auf Spuren eines Brandes, der hier um die Wende des 7. und 6. Jahrhunderts gewütet hat, offenbar erst entstand, nachdem das benachbarte Ai bereits zerstört worden war. Anscheinend haben sich die überlebenden Bewohner von Ai hier eine neue Wohnstätte geschaffen, wie überhaupt die an beiden Stellen vorgenommenen Grabungen erkennen lassen, daß die beiden Orte nur selten gleichzeitig bewohnt worden sind und, soweit dies der Fall gewesen ist, dieselben Arten von Tonwaren zeigen. Der Brand, der diese bronzezeitliche Siedlung vernichtet hat, darf wohl ohne Frage mit der israelitischen Einwanderung in Verbindung gebracht werden. Auch hier ist die eisenzeitliche Besiedlung nur geringfügig gewesen. Reste von dem Heiligtum Jerobeams I., das hier zwei Jahrhunderte bestanden haben muß, haben sich bisher nicht gefunden, doch konnte mit Rücksicht auf das das alte Stadtgebiet bedeckende arabische Dorf bisher nur H7