Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Neue Palästina-Ausgrabungen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 116 (sequence 18)
- Language
- German
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3. Jahrtausends bildet. Südwestlich davon fanden sich unter gewaltigen Schuttmassen Reste eines etwa um 2700 v. Chr. angelegten dreiteiligen Heiligtums, das ägyptische Salbgefäße aus der 2.—3. Dynastie enthielt und unter dem die Reste eines noch älteren Tempels lagen. Die ganze Anlage scheint um 2000 v. Chr. durch einen Brand zerstört worden zu sein. Auch die um 1200 v. Chr., also nach 800-jähriger Pause errichtete israelitische Siedlung der Eisenzeit, die nur einen kleinen Teil des Hügels bedeckt hat, scheint bereits um 1050 v. Chr. wieder erloschen zu sein. Die Funde geben daher keine Bestätigung für die Erzählung Josua 7—8, in der sich jedoch noch eine Erinnerung an den hier einstmals bestehenden mächtigen Fürstensitz erhalten zu haben scheint.18) Im benachbarten Betin, der Stätte von Bethel, das mit Ai durch enge geschichtliche Beziehungen verknüpft gewesen ist, waren schon im Jahre 1927 von der American School for Oriental Research Probeschürfungen vorgenommen worden, die eine vollständige Ausgrabung des Ortes sehr wünschenswert erscheinen ließen. Die Arbeiten, die im Jahre 1933 unter der Leitung von J. L. Kelso und W. F. Albright begonnen wurden, legten unter byzantinischen Gebäuderesten zunächst drei späte Schichten frei, und zwar eine hellenistische Siedlung, die sich nach den in ihr gefundenen Münzen bis in die Zeit des Antiochus Epiphanes erhalten hat, 18) J. Starr, BASOR 57, 26 f.; Albright, AJA 39, 144; Krause-Marquet und R. Dussaud, Syria 16, 325 ff.; Thorasen, AfO 10, 304; 11, 94 f. Il6