Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Neue Palästina-Ausgrabungen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 113 (sequence 15)
- Language
- German
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und ich habe nie einen an mich gelangenden Brief gelesen, noch etwas davon gesehen.“ Im weiteren Verlauf des leider etwas verstümmelten Schreibens wird ein Elnatän ben Akbör, wohl der durch Jerem. 26,22; 36, 12.25 als Zeitgenosse des Königs Jojakim bekannte Elnatän, und ein ,,Königsenkel Nedebjähu“ erwähnt, der wahrscheinlich mit dem 1. Chron. 3,18 als Enkel des Jojakim genannten Nedabjä identisch ist. In dieselbe Zeit weisen auch die Namen einer Personenliste, die ein drittes Schreiben enthält, und ein auf einem Krughenkel entdeckter Siegelabdruck, der einen ,,Gedaljähu, der über dem Hause ist“ nennt, wahrscheinlich denselben Gedaljä, der 586 v. Ghr. von Nebukadnezar II. nach der Eroberung von Jerusalem als Statthalter eingesetzt worden ist. Ein viertes Brieffragment: ,, ...in Bet Häräpha ist niemand mehr; von der Signalstation in Läkis sieht man die Signale voncAzeqäh nicht mehr“ wirft ein Schlaglicht auf die Ereignisse dieser unruhigen Zeit und gibt gleichzeitig auch eine schriftliche Bestätigung dafür, daß es sich bei der ausgegrabenen Ortschaft tatsächlich um Lachis, die südwestliche Grenzfestung des Reiches Juda, handelt. Auch die übrigen Funde waren außerordentlich reich. Der von allen Seiten freistehende Hügel, der einen guten Ausblick über die Ebene gewährt, hat offenbar schon in frühester Zeit Bewohner angelockt. Schon im 3. Jahrtausend hat eine Bevölkerung in weitem Bogen um den Teil herum gesessen, 113 8