Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Ha-Matmid
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 281 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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93. So ward ihm sein Lernen zum bittern Wehruf! Er weint und verzagt, und laut klagt seine Stimme.- Sind lieb dir, mein teueres Kind, deine Schmerzen? Und weiß der Verhärmte, daß hier er verblüht? XVI. 94. Verhärmt? — und warum denn? Wer wollte beweisen, Der Mensch sei geschaffen zur Weite und Breite? Warum nicht auch sollte der Knabe sich freuen Am Ellen-Eck, g’nug für den Stand seiner Füße? 95. Die Thora, die weite, die Thora, die helle, Hat allzeit nach Dunkel und Enge getrachtet; Aus finsterem Schoß übergab die Hand Gottes Von Vätern an Kinder ihr Licht als Besitztum. 96. In Löchern, auf Dächern — der Sitz uns’rer Söhne; Sie sannen verstohlen, sie lernten verborgen; Als Leuchten aus Löchern herauf sie uns kamen, Als Denker von Dächern herab sie uns stiegen. 97. Denn schön ist der Thora ein Leben des Leides, Ihr Volk samt den Kindern bewährt sich im Elend. —