Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Ha-Matmid
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 267 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Als scheucht’ er Gedanken — von stürzenden Schritten Vernehmen das Echo die Gassen, so leer. VI. 81. Dann senkt sich der Wind auf das Grün in dem Garten, Beschwört und betört mit leis flüsternder Stimme: ,»Schau, liebwerter Jüngling, mein sprossendes Lager, Genieße, bevor deine Lunge zerschrumpft ist.“ 32. „Wir schlafen ja selber“, so lispeln im Traume Die Kräuter und Gräser von allen vier Seiten, Desgleichen die Sternelein zwinkern von oben: „Wir schlafen, ob unsere Augen auch offen“. 33. Und lieblicher Duft steigt vom Gartengewächse Von selbst ihm zur Nase, erquickt und berauscht ihn, Die Welle des Winds streicht von selbst in den Mund ihm — Und großes Erleichtern in Brust und in Kehle. 34. Da weitet der Knabe den Mund und schöpft Atem Und weitet den Schlitz seines offenen Hemdes. Wie einer, der Steine gewälzt hat und matt ist. So bettelt und fleht all sein Inn’res um Ruhe. 35. Dem Wind streckt er kraftlos die Hände entgegen, Als bät* er: „Ach nimm mich, du Wind, und entführ’ mich! 267