Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Ha-Matmid
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 260 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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zu dem Bewußtsein mit beitragen, wie ”der Pasuk hinter dem Wortgefüge des Dichters steht“ und ihm seine magische, unvergängliche Kraft verleiht. I. 1. Noch gibtys Vergessene Städte im Reich der Zerstreuung, Da schwelt im Versteck unsre Leuchte, die alte; Noch ließ unser Gott uns zu Heil und Errettung Die knisternde Kohle im Aschengehäufe. 2. Wie glimmendes Brandscheit, so schwelt’s da ein bißchen Aus welken Gemütern und zagenden Seelen; Das lebt ohne Tag und vergreist ohne Alter, Dem Gras gleich, das aufgeht im Lande der Dürre. 3. Und wandelst du einsam in nächtlichen Zeiten In einer von diesen gepriesenen Städten Zur Stunde, da schimmern die Sterne von oben, Die Grashälmchen raunen und wispern die Winde, 4. Und hört dein Ohr fernher ein summendes Tönen, Und schaut dein Aug’ fernher ein schimmerndes Leuchten Im Fenster, dahinter ein Menschenbild, gleichend Dem Schatten Gestorb’ner, vibrierend, sich schüttelnd, 2ÖO