Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Jüdische Bildnis-Maler der Posener Biedermeierzeit
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 215 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3111067-3111126-3118958--7666-3119198- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Egers hergestellt, der sich aus religiösen Rücksichten bei Lebzeiten nicht malen lassen wollte 9). — In öffentlich zugänglichen Sammlungen sind Bilder Alexanders nirgends vertreten. Die Absicht Prof. Dr. Ludwig Kaemmerers, im Jahre 1903 eine Ausstellung Alexanderscher Bildnisse zu veranstalten und eins seiner Werke für das Kaiser-Friedrich- Museum in Posen zu erwerben, scheiterte daran, daß von den Bild-Besitzern, an die Kaemmerer herantrat, sich niemand weder vorübergehend noch dauernd von seinem Eigentum zugunsten des Museums trennen wollte. Von dem äußeren Lebensgang Alexanders10) wissen wir nur, daß er sich im Jahre 1832 mit Johanna Korach, einer nahen Angehörigen des Posener Wundarztes Korachn) verheiratete, 1834 °) Das einzige Bild Akiba Egers, das noch zu seinen Lebzeiten entstand, befindet sich auf einem Kolossal-Gemälde, das früher im Berliner Schloß und jetzt im Residenz- Schloß in Posen hängt. Es ist von Knorr ohne Wissen Akiba Egers, der kurz vor der Vollendung des Bildes starb, heimlich gemalt worden. Eger konnte dies nicht bemerken, da er damals bereits fast völlig erblindet war. Es ist auch das einzige Bild, das Akiba Eger in ganzer Figur mit dem Dajan Moses Landsberger und einem andern Begleitet zeigt, sodaß man daraus vergleichsweise auch seine Körpergröße, Haltung usw. erkennen kann. Eine Reproduktion des Bildes befindet sich in den in Anm. 8) genannten „Werken der Posner bildenden Kunst“, S. 38. 10) Die zu der vorliegenden Arbeit vielfach benutzten Seelen-Listen der königl. Polizei in Posen versagten z. T. in diesem Falle, sodaß das Geburtsjahr Alexanders nicht festzustellen war. n) Wundarzt Korach war der Vater des langjährigen verdienstvollen Chefarztes des jüdischen Krankenhauses in Hamburg, Prof. Dr. Siegfr. Korach. 2*5