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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1937-01-01 · 30 (1937) · p. Seite 187

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
30 (1937)
Article
Die Wunstorfer Spanier
Date
1937-01-01
Page
Seite 187 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Die Wunstorfer Spanier Von Dr. Meier Spanier. Die jüdische Gemeinde in der Stadt Wunstorf gehört zu den ältesten der Provinz Hannover. Schon gegen Ende des 13. Jahrhunderts sind dort urkundlich Juden nachweisbar. Woher der erste Spanier stammte, der sich hier niederließ, kann ich bis jetzt nicht nächweisen. Vielleicht kam er aus dem von Wunstorf nicht weit entfernten Stadthagen. In den Memoiren der Glücke! von Hameln wird Nathan Moses Spanier aus Stadthagen genannt, der als Vorsteher der Gemeinde Altona im Jahre 1647 starb. (Grabstein Nr. 854 in Altona, Denkwürdigkeiten der Glückei, Ausg. Feilchenfeld, S. 24). Der von Glücke! so hoch verehrte Schwiegervater Joseph Hameln hatte Freude (Fradche), eine Tochter Nathan Spaniers, geheiratet. Die Vermutung ist nicht abzuweisen, daß der Wunstorfer Moses Spanier ein Enkel von Nathan Spaniers Vater Moses war. Wie dem auch sei, zuverlässige Auskunft kann ich nur über die Wunstorfer Spanier geben. Es waren rechtliche, fleißige Leute, die ehrenhaft für ihre Familie sorgten. Die Akten heben wiederholt hervor, daß an ihrer Lebensführung nichts zu beanstanden wäre, noch sei eine Klage gegen sie beim Amt erhoben. Daß ich über die Vorfahren meines Vaters verhältnismäßig gut un- 187

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