Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Jüdische Briefe aus dem Jahre 1588
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 186 (sequence 14)
- Language
- German
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bedeutsames Handelsobjekt. „Lublin ist ein hübsch Ort“ (für geschäftliche Betätigung). Ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl, ein lebendiger Familiensinn und unerschütterliches Gottvertrauen leuchten aus den Zeilen. Besonders rühmlich ist das todesmutige Ausharren der vier Gemeindediener in der verseuchten Stadt. Hier die Namen der Wackeren: Baruch David Abraham bar Juda, genannt Aberle Schames,27) Isserl Schames, Benjamin Samuel bar Josef s. A., Schames aus Krakau, Serach Schames,28) Sohn des Märtyrers Mose Schachor aus Krakau, sowie der nichtbeamtete Isak bar Mordechai hakohen s. A., genannt Isak Lüks hakohen aus Krakau. Sie schreiben: „Noch bleiben wir von Gottes wegen und wagen sich in ein selchen Feuer und Flamm.“ Falls keine Hilfe komme, „da wißt, daß mir (wir) ach (auch) wellen weglaufen.“ Sie schleudern den Gemeindegewaltigen den Vorwurf nach: „Hot (habt) alle mit anander nischt getun, nort (nur) einweg (hinweg) zu laufen, und die Kehilla, ihr Hort und Erlöser bewahre sie, aso (so) al Keren Zewi (auf unmöglicher Basis) gelossen. Ihr hot mit uns keinem kein Ort (keine rechte Art) gemacht.“ 27) Vgl. Wetstein, Letoldoth Gedole Jisrael, Warschau 1904, S. 7. 28) Er zeichnet mit dem Wortspiel aus Kohelet 1, 5 „Sarach haschemesch“. IS6