Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Jüdische Briefe aus dem Jahre 1588
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 174 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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hineingekommen sind, ist unbekannt. Anscheinend sind sie abgefangen worden, da sie aus einem Seuchenherde in und bei Krakau kamen oder dorthin adressiert waren. Bereits Marcus Brann4) hat ihnen Aufmerksamkeit geschenkt und ihre Bearbeitung in Aussicht gestellt. Aber von seinen Bemühungen ist kaum mehr als eine geschriebene Seite auf uns gekommen,- die einen. Auszug aus einem einzigen Briefe: bringt5) und zudem Unrichtigkeiten enthält, welche auf die zum Teil schwer leserliche und verblaßte Handschrift zurückzuführen sind. Auch Guido Kisch hatte ihre Veröffentlichung ins . Auge gefaßt6). und machte neuerdings auf die Bedeutung jüdischer Privatbriefe für. die Geschichts- und Kulturforschung sowie für: Personen- und Familienhistorie aufmerksam.7) Die vorliegenden Texte sind sieben Jahre älter als die von Balaban veröffentlichte älteste Krakauer Judenordnung von 1595 8) und 31 Jahre älter als die von Landau und Wachstein herauägegebenen jüdischen Privatbriefe von 1619.°) Die 1740/41 und Schwat 1741 sowie zwei andere ohne Datum enthält Handschrift Nr. 23 meiner Sammlung. -- 4) In Liebermanns Jahrbuch mit lit. Beiträgen, Brieg 1879, XXVII 79 f.; Beil, zu Liebermann, Deutscher Volkskalender auf das J. 1880, daraus S.-A.: Brann, Die Hundsfelder Druckerei (Breslau 1879), S. 7 f. 5) Liegt meiner Handschrift Nr. 23 bei; 6) Briefl. Mitteil. d. d. 23. 7. 36 an mich. 7) Jüd. Familienforschung, Berlin 1936, XII 702 ff. 8) Jahrbuch der jüd.-lit. Gesellsch., Frankf. a. M. 1913, S. 296 ff. 9) Jüd. Privatbriefe aus d. Jahre 1619, Wien und Leipzig 1911. 174