Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Zum Andenken an Leopold Zunz
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 139 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Schriftstückes der alte Ehrenberg noch lebte (der freilich erst 1853 starb) ebenso wie H. I. Michael. Der letztere ist am 10. Juni 1846 gestorben. Die Darstellung soll trotz ihrer hohen Bedeutsamkeit nicht mit einem langen Kommentare be- Schwert werden. Die meisten der erwähnten Persönlichkeiten, außer den beiden Letztgenannten, sind wenig bekannt. Unter den Lehrern, die Zunz änführt, weiß man nichts von Polli, Lik, Michel, D. Schwersenz. Ein paar Bemerkungen über zwei andere hat Zunz in seiner Biographie S. M. Ehrenbergs, Braunschweig 1854, gegeben. Ueber den einen sagte er S. 9: ,,In der 2. Klasse der Samsonsehen Anstalt unterrichtete der Talmudlehrer Kalman Jacob aus Ellrich, ein sehr redlicher Mann, aber an Geist und Körper schwach; bei einem strengen, fast abschreckenden Aeußern von Gemüt weich, und gegen seine Schüler wohlwollend.‘4 Der zweite, Beer, ist vielleicht zu identifizieren mit dem Bachur Beer, der im Jahre 1780 ein Cheder errichtete, und der von Zunz als ״launenhafter junger Mann von 20 Jahren44 charakterisiert wird (Biographie S. 6). Jedenfalls ist unter unserm Beer der Talmudlehrer Beer (Blumenthal) zu verstehen, der im Jahre 1808 die Trauung S. M. Ehrenbergs im Ph. Samsonschen Wohnhause am Zimmerhof vollzog (Biographie S. 26). Der einzige christliche Lehrer Zunzens, der von ihm genannt wird, ist sicher Gottlieb Bertrand, gest. 1811, der, im Braunschweigischen geboren, Privatlehrer, Kaufmann, Schauspieler und später 139