Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Spinoza, ein Jude im Europa des 17. Jahrhunderts
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 1)
- Language
- German
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Spinoza, ein Jude im Europa des 17. Jahrhunderts Von Lutz Weltmann (Berlin). 1656. Im Nordosten Europas ist Krieg. Johann Kasimir, der katholische Wasa-Sproß auf dem Throne Polens, hat Karl X., den Pfälzer und Protestanten, als Erben der schwedischen Krone nicht anerkennen wollen. Christine Wasa, die abgedankte Tochter Gustav Adolfs, wird als königliche Konvertitin in Rom gefeiert. Im gleichen Jahre schreibt der Mathematiker und religiöse Denker Blaise Pascal seine „Briefe aus der Provinz“ gegen die geistige Vorherrschaft der Jesuiten, wird in Paris die erste Strumpfwirkerfabrik und das Höpital general eröffnet, das eine Verbindung von Armenhaus und Fabrik ist. Und die Niederlande treten in Handelsbeziehungen mit China ein. Es ist der 27. Juli dieses Jahres. In Amsterdam. Im Judenviertel der Stadt. Tags zuvor hat Rembrandt, der Juden Nachbar in der „Joodebreestrat“ beim Amt für verlassene Güter zu Gunsten seiner Gläubiger auf seine feste und bewegliche Habe verzichten müssen. Auch am 6. Ab des Jahres 5416, in dem er den „Segen Jakobs“ schafft, wird der Maler an der nahen portugiesischen Synagoge vor- 47-