Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 29 (1931)
- Article
- Jakob Loewenberg
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 125 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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sind zum größten Teil früher entstanden,3): das Drama „Vor dem Feind", die Hamburger Erzählung „In Gängen und Höfen", Hier in Hamburg trat er dann dem Freundeskreis nahe, der im literarischen Leben Hamburgs eine so große Rolle spielen sollte. Otto Ernst wurde ihm ein treuer Freund. Liliencron lernte er kennen, „Es war doch eine der größten Schicksalsfügungen meines Lebens, daß ich ihn getroffen, meinen Freund nennen konnte, eine Gunst, eine Gnade." (Tg. 22. 7. 1917.) Falke trat hinzu, der Vorstandskreis der Literarischen Gesellschaft war in Freundschaft verbunden. Einer von ihnen, Hans Ferdinand Gerhard, selbst ein stiller, feiner Poet, der im Herbst dieses Jahres nun auch von uns ging, hat diesen Kreis einmal geschildert (Hamburger Lehrerzeitung VIII, 229): „Das literarische Hamburg der neunziger Jahre — wie jung war es damals! Wie glaubten, hofften und stritten wir! Großkampfjahre waren es. Loewenberg und Otto Emst gründeten die Hamburger Literarische Gesellschaft. Otto Ernst und Konstantin Brunner den „Zuschauer", Carl Mönckeberg und Siegfried Heckscher den „Lotsen". Wolgast, Carl Götze, von Börstel kämpften für die Reform s) Die ersten Veröffentlichungen waren ein Rätsel und ein poetischer Nachruf auf einen jungen Freund — An Leopold Heinberg —, die 1874 im „Sauerländer Anzeiger'* in Brilon (Jg, 38, Nr. 36 u. 91) erschienen. In der Frühzeit benutzte Loewenberg bei Zeitschriftenveröffentlichungen gelegentlich das Pseudonym: Walther. 125