Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 29 (1931)
- Article
- Lassalle, Arnold Mendelssohn und Joseph Mendelssohn
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 87 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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müßte; ferner, daß ich so durch Erscheinen meines Werks noch einen ganz andern Wirkungskreis zu erringen hoffe, als es mir auf jenem Wege nur möglich ist, abgesehen davon, daß es doch auch etwas wert ist, eine allgemein bedeutsame Tat getan zu haben. Jedenfalls kommen beide Fälle darin überein, daß ich in beiden für die Gegenwart und allernächste Zukunft nichts hätte. Und hier vergissest Du etwas. Zu einem Menschen, der ein Auskommen, wenn auch immer ein beschränktes, hat, kann man immer sagen: komm damit aus, bis Du Deine Lage gebessert hast. Du vergissest, daß Du mit einem — homme de rien sprichst, mit einem Menschen, der Nichts, gar Nichts hat. Wie? Du wunderst Dich? Das hast Du nicht gewußt? Nun, so laß es Dir sagen. Bis diesen Winter bekam ich von meinem Vater 10 Thaler per Monat. In den ersten Wintermonaten hat mir Vater diese gekündigt, weil er sie anderwärts braucht. Ich habe also nur noch den Mittagstisch zu Haus. Daß ich die Wohnung bei meinem Vater aufgegeben habe, wird Dich dennoch nicht wundern, wenn Du erwägst, daß ich dort vor dem Tor doch zu keiner Praxis kommen konnte, daß ich meiner Praxis dies augenblickliche Opfer bringen mußte und daß sich mir die nach allen Seiten hin — auch in finanzieller Beziehung hin — erwünschte Gelegenheit bot, mit Lassal zusammenzuziehen. Uebrigens hätte ich jetzt doch ausziehen müssen, da Wil- 8/