Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 29 (1931)
- Article
- Lassalle, Arnold Mendelssohn und Joseph Mendelssohn
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 73 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3111067-3111124-3118689--7259-3118793- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
3. Arnold Mendelssohn an Joseph Mendelssohn« Eigenhändiger Entwurf Lassalles. [Berlin, 1845 zwischen 12. u. 15. Jan.] Lieber Onkel. Ich habe Dich um etwas gebeten, Du hast es mir abgeschlagen, nun, so wären wir ja fertig und es wäre nichts mehr darüber zu sagen. Du hast aber auch mehr[er]es andre in Deinem Briefe gesagt, von8) [dem] ich mich genötigt sehe, Dir einiges zu beantworten. Dein ganzer Brief ist eine Variation jenes9) bekannten Salomon Heine'schen Themas, das er einst seinem Neffen zur Antwort gab: „Wenn Du etwas gelernt hättest; so brauchtest Du keine Bücher zu schreiben . ." Doch ist es mir im allgemeinen immer noch sehr tröstlich und ungemein „erbaulich'* gewesen, daß Du mir mein Verlangen nicht grundlos abschlägst, sondern vielmehr aus so „guten Gründen" und noch dazu aus einem, der „mein eigenes Beste" bezweckt. Zuerst nun hast Du nicht mit Unrecht vermutet, daß Deine Weigerung an und für sich nicht das wäre, was mich am unangenehmsten in Deinem Briefe berühren würde. Denn wenn ich auch sie 8) Zunächst „worauf“, dann durchstrichen. ö) Ursprünglich: „jener bekannten Antwort, die ein anderer Onkel, Salomon Heine, seinem Neffen gab“. Dann z. T. durchstrichen, z. T. verändert. 73