Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 28 (1927)
- Article
- Der Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Berlin
- Date
- 1927-01-01
- Page
- 179 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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-179 - man bald ein, konnte nur durch eine Vereinigung sämtlicher Vereine erreicht werden. Das war aber nicht leicht. Der erste Versuch, zu diesem Zwecke am 8. Oktober 1893 einen Vereinstag in Berlin abzuhalten, scheiterte. NachUeberwinduNg der Schwierigkeiten gelang es jedoch, im Anschluß an die Vereinsgründung in Hannover am26.Oktober dort einenVe r einstag zustande zu bringen, der, von 30 Vereinen tes bestanden damals schon 48 Vereine) aus allen Teilen Deutschlands beschickt, sich einstimmig für die Gründung eines Verbandes einsetzte. Der Eründungstag des Verbandes der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur ist also der 26. Oktober 1893. Die Leitung des Verbandes übernahm ein Vorstand von neun Mitgliedern, ein geschäftsführender Ausschuß und ein Sekretariat. Erster Vorsitzender des Vorstandes und des Geschäftsführenden Ausschusses war Dr. Gustav Karpeles. Die weiteren acht Mitglieder des Vorstandes stellten die Vereine Berlin, Hamburg, Dortmund, Hannover, Breslau und Thorn. Die drei Ausschußmitglieder waren sämtlich aus Berlin; Sekretär war der rührige Schriftsteller Albert Katz, Berlin. Die Schaffung des Sekretariats ist ein Ruhmesblatt für ihn und den Berliner Verein. Das Sekretariat hat Unvergängliches für die Vereine draußen im Reiche geleistet und damit zugleich für die Verbreitung der Kenntnis jüdischer Geschichte. Die Leitung stand dauernd mit sämtlichen Vereinen in Verbindung. Sie war um Neugründungen bemüht, versorgte Redner und Vereine mit wissenschaftlichem Material und erteilte Ratschläge bezüglich der Auswahl der Redner und der Vorträge, machte aufmerksam auf eine Ausgestaltung der Diskussionsabende und der Eeselligkeitsveranstältungen. unterstützte die Vereine bei der Anlage von Vereinsbibliotheken und Lesehallen. Um einer Erlahmung vorzubeugen, wurden von Zeit zu Zeit Rundschreiben verschickt, chie das Interesse wachhalten und dem „Bildungstrieb" neue Nahrung geben sollten. Ein solches Zirkular aus dem Jahre 1898 empfiehlt als erstes: Regelmäßige Zyklen über die ganze jüdische Geschichte und das jüdische :2*