Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 28 (1927)
- Article
- Die Juden im Amerika spanischer Zunge
- Date
- 1927-01-01
- Page
- 139 (sequence 1)
- Language
- German
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DieZudenimAmenkasparnscherZunge. (1492—1916) *) Von Arthur Bab. Farm Leofucö (Kolonie Baron Hirsch) Ribera F C P (Argentinien) 3. Die Juden im Dizekönigreich Peru und seinen Nebenländern (Provinzen des Rio de La Plala und der Generalkapitänschaft Chile) fm Gegensatz zu Cortez, der die Residenz der Azteken als Hauptstadt Neu-Spaniens beibehielt, gründete Pizarro, der Vernichter der Jnca-Herrscher, in Peru eine neue Stadt als Zentrum des Kolonialreiches (1530). Er nannte sie Lima, doch wird dieselbe in der Kolonialzeit auch häufig als „eiudad de los reyes" („Stadt der Könige"^ bezeichnet. Die südlicher gelegene Residenz der Jncas Cuzco sank zu einem Orte zweiten Ranges herab. Lima entwickelte sich sehr schnell und hatte ein ausgesprochenes spanisches Gepräge, während in Mexiko bis heute in den breiten Volksmassen das Jndianerelement überwiegt. Das rapide Aufblühen der „Stadt der Könige" ist nicht zu verwundern, wurde doch von hier anfänglich das gesamte kastilianische Südamerika regiert, sowie mit religiösen Aufklärungen und nicht zum wenigsten mit der Inquisition versehen. Die Bischöfe nahmen auch in der Hauptstadt Perus zunächst die Funktionen der Glaubensrichter im Nebenamt wahr, wie man aus dem Protokollbuch der jungen Stadtgemeinde vom 25 Oktober 1539 ersehen kann. Im Gegensatz zu ihren Kollegen an anderen Orten scheinen sie eifrige Jnquisatoren gewesen zu sein, denn schon im Jahre 1648 flammte der erste Scheiterhaufen in Südamerika zur Verbrennung eines flamländischen Protestanten l) Anmerkungen am Schluß des Artikels.