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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1927-01-01 · 28 (1927) · p. 110

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
28 (1927)
Article
Das Vermächtnis eines jüdischen Vaters
Date
1927-01-01
Page
110 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Das Vermächtnis eines jüdischen Vaters?) Von A. Loewenthal. Ser Altmeister der jüdischen Literaturgeschichte, Leopold Zunz, hat schon 1845 in seinem Werke „Zur Geschichte und Literatur" S. 122 ff. auf den ethischen und Kulturwert der jüdischen Testamente aufmerksam gemacht. Seit dieser Zeit hat es nicht an Mitteilungen über jüdische Testamente gefehlt. Was seit Zunz Zeiten darüber geschrieben worden ist, hat meistens bibliographischen Wert. Es sind Zusammenstellungen der Titel der gedruckten Testamente, wie die Abhandlung von I. Abrahams, „Jewish Ethical Mills" in Jewifh Quaterly Review HI, 436—484 u. IV 333—344. Auf den Inhalt dieser Testamente geht naher ein Dr. Max Steif in „Ost und West" 1912 in dem Aufsatze: „Einiges über das Verhältnis jüdischer Väter zu ihren Söhnen", S. 835 ff. u. 1020 ff., sowie A. Tschernikow in der hebräischen Vierteljahrsschrift Heabar (ed. S. Ginsberg) Vd. I, 1908, S. 117 unter dem (hebr.) Titel: „Aus der Erbschaft patriarchalischer Familien", sowie der Artikel über Testamente in der hebräischen Encyklopädie Ozar Jisrael (ed. Eisenstadt) s. v. Zewaoth. Die Sorge der Väter um ihre Kinder hört in patriarchalischen jüdischen Familien nie auf. Stets fühlen sich die Väter für das Tun ihrer Kinder verantwortlich, und wenn ihnen der Tod die weitere Ermahnung unmöglich macht, so suchen sie in ihrem letzten Willen ihren Kindern das ans Herz zu legen, was ihtem eigenen Leben kostbaren Inhalt gegeben hat und was sie an wertvollen Lebenserfahrungen gewonnen haben. *) Anmerkungen am Schluß des Artikels.

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