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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1927-01-01 · 28 (1927) · p. 31

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
28 (1927)
Article
Achad Haam
Date
1927-01-01
Page
31 (sequence 15)
Language
German
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- 31 ein Irrweg, der nie und nimmer zu dem von ihm erstrebten Ziele führen würde. Da ich hier nicht die Geschichte des Zionismus in seinen Anfängen zu schreiben gedenke, so genügt es, wenn ich auf die Schriften Achad Hwams selbst Hinweise, in denen er mit der ihm eigenen Klarheit den Herzlichen Zionismus bekämpfte. Die späteren Kongresse hat er nicht mehr besucht. Zu einem schweren Zusammenstoß zwischen der zionistischen Partei und Achad Haam kam es gegen Ende des Jahres 1602. Achad Haam hatte, wie ich oben bereits erwähnte, mit Ende des genannten Jahres die Redaktion der von ihm begründeten Zeitschrift „Haschiloach" niedergelegt, oder richtiger—niederlegen müssen! Die Einzelheiten dieses Vorganges, der ihm eine schwere Kränkung zugefügt hatte, kann ich leider noch nicht veröffentlichen. Im letzten Heft, das er noch herausgab. erschien aus seiner Feder eine scharfe Kritik gegen Herzls Roman: „Altneuland". Heber die Kritik selbst, inwiefern sie berechtigt war, möchte ich mich hier nicht äußern. Aber auf einen Punkt dürfte wohl hingewiesen werden. Achad Haam tadelte u. a. an Herzls Zukunftsroman auch die Tatsache, das Herzl die Entwicklung der Ereignisse so darstelle, als ob die Verwirklichung der zionistischen Bestrebungen in naher Zukunft zu erwarten sei. In diesem Roman treten die Freunde und Mitarbeiter Herzls nach der Wiederherstellung des jüdischen Palästina tätig auf. Darin aber hat Herzl Recht behalten. Eine große Anzahl von Zionisten, die an dem 1. Zionistenkongreß teilgenommen haben, sind Zeugen des wiedererstandenen jüdischen Palästina geworden. Und der zionistischen Bewegung haben sich seither manche angeschlossen, die sie in ihren ersten Anfängen mit der größten Entschiedenheit bekämpft hatten. Diese Kritik an Herzls Zukunftsroman hat in den zionistischen Kreisen einen Sturm der Entrüstung gegen Achad Haam hervorgerufen. Zuerst erschien Max Nordau auf dem Plan. In der „Welt" kanzelte er den „Flachkopf" Achad Haam gründlich ab. Als wir, einige Freunde Achad Haams, den Mißgriff taten, gegen diese

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