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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1926-01-01 · 27 (1926) · p. Seite 6

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
27 (1926)
Article
Rückblick auf das Jahr 5686
Date
1926-01-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6 Ionisation in Rußland Verwendung finden sollte. Als dieser Betrag in jüdischen Kreisen erreicht und soqar überschritten war, wurde von hervorragender christlicher Seite — Kardinal Hayes in New Pork an der Spitze — die christliche Bevölkerung aufgerufen, den bei allgemeinen Sammlungen stets opferbereiten Juden zu Hilfe zu kommen und den Betrag der Sammlung auf 25 Milll Dollar zu erhöhen. Es ist anzunehmen, daß auch dieses Ziel erreicht werden wird. Zwar fehlt es nicht an Stimmen, die von einem Erschlaffen der Gebefreudigkeit unter den amerikanischen Juden sprechen, aber es gibt auch andere Meinungen, die in der Aufrüttelung der Gewissen und der Stärkung des Solidaritätsgefühls einen unschätzbaren moralischen Gewinn sehen. Neben dieser großen Sammlung, aus deren Ertrag Palästina ebenfalls bedacht werden soll, ging eine besondere zionistische einher, die 5 Millionen Dollar für den Keren Hajessod forderte und ebenfalls überzeichnet erhielt. Die Doppelsammlung und die dadurch hervorgerufene Gereiztheit unter den Führern der beiden Lager hat die 1925 vereinbarte Erweiterung der Jewifh Agency vorläufig verzögert. Den Schaden trägt die jüdische Ansiedlung in Palästina, die ein recht schweres Jahr hinter sich hat. Das Land hatte nicht nur unter der ganz Asien und Europa niederdrückenden Wirtschaftskrise zu leiden, der seine Grenzen bedrohende syrische Aufstand schädigte es noch besonders. Die Arbeitslosigkeit wuchs in einem bedrohlichen Ausmaße, durch die überstürzte Einwanderung des Jahres 1925 wurde sie noch verschärft; die übergroße Zahl von städtischen Händlern und Unternehmern fand kein Betätigungsfeld, und ihr Kapital, das für Jahre des Aufstiegs vielleicht ausreichend gewesen wäre, war rasch investiert oder aufgezehrt. Die Einwanderung blieb 1926 hinter den Ziffern des Vorjahres sehr weit zurück, dafür aber war die Qualität der Gekommenen für produktive Arbeit wesentlich wertvoller. Die Stimmung im Lande ist gedrückt, der Unwille kehrt sich zum Teil gegen die zionistische Organisation, die nun die

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