Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 25 (1923-1924)
- Article
- Die Wirtschaftsethik der israelitischen Propheten
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 32 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3111067-3111116-3118050--6449-3118097- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Die Wirtschaftsethik der israelitischen Propheten. Von 'Lic. theol. Eva Gillischewski. Motto: בשעה שמכניסין אדם לדין אומרין לו נשאת ונתת באמונה In der Stunde, da man den Menschen vor das Gericht (d. i. das göttliche Gericht nach dem Tode) führt,. spricht man zu ihm: ״Hast du in Ehrlichkeit Handel getrieben?" b. Berakhot 31a. f s ist von seiten der modernen Nationalökonomie wiederholt versucht worden, das Wirtschaftsleben irgend eines Volkes unter Berücksichtigung seiner religiösen Anschauungen darzustellen. So sind z. B. Max Weber und Werner Soinbart in umfangreichen Arbeiten diesem Problem nachgegangen. Werner Sombarts Buch: Die Juden und das Wirtschaftsleben, Leipzig 1911, zeigt leider trotz aller glänzenden Gelehrsamkeit des ersten Teiles, welcher den Anteil der Juden an dem Aufbau der modernen Volkswirtschaft nachweist, ein völliges Versagen da, wo es sich darum handelt, das Wesen der jüdischen Religion und der in ihr lebendigen Triebkräfte zu erfassen. Es hat, wie zu erwarten war, auf jüdisch-fachmännischer Seite nicht an scharfer Kritik des allzu einseitigen Werkes gefehlt. In der jüdischen Zeitschrift ״Ost und West" (Dezember 1911 und Februar 1912) hat Rabbiner Dr. Eschelbach er 32