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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1923-01-01 · 25 (1923-1924) · p. Seite 17

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
25 (1923-1924)
Article
Buddha und Moses
Date
1923-01-01
Page
Seite 17 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Buddha und Moses. Von Rabbiner Dr. 3. Bergmann in Berlin. 1. ÄRn den Abhängen des Himalaja erblickte Buddha vor zweieinhalb Jahrtausenden das Licht der Welt. Seine Mutter war auf dem Wege, um ihre Eltern zu besuchen. Auf dem Wege schenkte sie ihrem Sohne Siddharta das Lehen, den seine Anhänger später Buddha nannten. Moses war ein Kind des frommen Levitengeschlechtes, Buddha stammte aus der Aristokratenfamilie Gautama. Sieben Tage nach seiner Geburt verlor Buddha seine Mutter. Seine Stiefmutter, die Schwester seiner Mutter, war seine Erzieherin. Als Sohn des Adels wurde Buddha fürstlich erzogen. Seine Kleider waren aus feinstem Linnen. Je nach der Jahreszeit lebte er in einem Sommer-, Herbst- oder Winterpalast. Die feinsten Speisen wurden für ihn bereitet. In jungen Jahren heiratete er, seine Fr.au schenkte ihm einen Sohn. Als Buddha neunundzwanzig Jahre alt wurde, empfand er einen tiefen Widerwillen gegen das Leben, das er bis dahin geführt hatte. Er verlor die Freude am Leben, nahm Abschied von Weib und Kind, verlietz.seine Paläste und zog als heimatloser Bettler in die Einsamkeit. Wie das Leben aller Religionsstifter, so wurde auch das Leben Buddhas von vielen Legenden umwoben; zu den schönsten gehört die Legende von seiner Bekehrung. Buddha, so erzählt dieseLegende, lebte in seinen Palästen, von Glanz und Pracht unigeben. Als er einmal im Jahrbuch 1923 2 17

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