Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1921-01-01 · 24 (1921-1922) · p. Seite 152

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
24 (1921-1922)
Article
Alexander in Jerusalem
Date
1921-01-01
Page
Seite 152 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3111067-3111114-3117857--6399-3118033
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

WWWWWWMN - 152 — Parmenion: Doch eben diese fortgewirbelten Massen werden einmal vor dich treten und fordern: Zeig, was du uns erobert. Gib, was wir fassen können mit unfern leiblichen Händen, daß wir uns im Alter ernähren und es vererben Kindern und Enkeln. Aber was du uns versprichst und was du uns gibst, das wollen wir nicht, das stoßen wir von uns; denn deine Träume, du unklarer Schwärmer, verstehen wir nicht! (Ein schallendes Gelächter der Krieger antwortet.) Alexander (in höchster Wut): Verräter, wahnsinniger! <Er scheint, auf ihn zustürzen zu wollen; Parmenion entzieht sich langsam zurückweichend seinem Blicke und mischt sich unser die Menge.) Alexander (gefaßt): Jetzt die Gesandten. 3. Auftritt. (Zu den Vorigen die persischen Gesandten.) Alexander: Auf Antwort habt ihr lange warten müssen — sie soll euch werden. Es bot mir euer König Kleinasien an — ich Hab es ohne ihn, ich kann es ohne ihn behalten und werde mehr erobern — noch eine Schlacht und alles, was sich Asien nennt, ist mein. Darms hat mir nichts mehr anzubieten, er wird von mir empfangen. Der König bot mir feiner ältsten Tochter Hand — erst laßt mich Umschau halten auf der Erde, ob nicht ein Weib lebt, würdiger, Alexanders Gemahlin zu werden als die Tochter des besiegten Kodomannus. Der König bot mir Lösegeld für seine Familie — ich verschmähe es, in seiner Hauptstadt warten meiner reichere Schätze; ich brauche seine Dareiken nicht. Doch eures Königs Mutter,' eures Königs Frauen und eures Königs Töchter mit allen Weibern, die um sie dienen, find frei — ihr dürft sie mit euch führen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.