Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 22 (1919)
- Article
- Briefe Gotthold Salomons an Isak Noa Mannheimer
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 68 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3111067-3111110-3117662--5973-3117758- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Briefe Gotthold Salomons an Zfak Noa Mannheimer. Von Rabbiner vr. M. Rosenmann, Men. Einleitung. Die Kultus- und Kulturgeschichte deK Judentums im IR Jahrhundert wäre lückenhaft, wenn sie nicht nach, und nach ihre Ergänzung fände in der Veröffentlichung von Briefen der führenden Geister dieser wohl buntbewegten, nicht minder aber überaus segensreichen Epoche. Braun, Kaufmann und L. Geiger bemühten sich, derartige Episteln ausfindig zu machen, sie der Vergessenheit zu entreißen und unsden Spätgeborenen,. Einblick zu gewähren in das intimere Sinnen, Trachten und Treiben'der historisch bedeutsamen Persönlichkeiten. Zu diesen gehören zweifelsohne Gotthold Salomon (17.84—1762), Prediger am Hamburger Reformtempel, und Jsak Noa Mannheimer (1793—1765), Prediger der Kultusgemeinde Wien. Ersterer, seinerzeit wohl der glänzendste Redner in Norddeutschland, letzterer der erfolgreichste im damaligen Süddeutschland, d. h. Oesterreich. Beide, in sich abgeschlossene Individualitäten, die tiefe Spuren in ihrem Wirkungskreise hinterlassen haben, waren frühzeitig miteinander bekannt geworden und spannen durch Jahrzehnte ihren brieflichen Verkehr fort, von welchem — unseres Wissens — nur die Briefe SalomonA an Mannheimer im Besitze der Familie des letzteren erhalten geblieben sind. Salomon, der um fast 10 Jahre ältere, auch vorzeitig reifere, lernte den jungen Katecheten Mannheimer während einer Gastpredigt in Kopenhagen kennen und schlug gegen denselben einen erklärbar gönner-