Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 22 (1919)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 8)
- Language
- German
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25 abbalah" liegt eine zweite, vollständig neu bearbeitete und stark vermehrte, Auflage vor. Als ein Verdienst dieser Schrift ist hervorzuheben, daß sie die Laienwelt in objektiver Darstellung, ohne Voreingenommenheit und Herabsetzung über das Wesen und die Geschichte der Kabbala zu belehren und aufzuklären sucht. Einen wertvollen Beitrag zur Kabbalaforschung geben F.-B. Bond und Th. S. Lea in „A preliminary Investigation of tlie Cabala contained in the Coptic gnostic books and of a similar gematria in the Greek text of the New Testament“. Das einst viel gelesene, aber jetzt in seinen wissenschaftlichen Ergebnissen schon längst überholte Buch „Die Kabbala" von A. Fra n ck, deutsch übersetzt von A. Gellineck (Jellinek), ist in einem Neudruck erschienen, ebenso die Gegenschrift „Die Religionsphilosophie des Sohar und ihr Verhältnis zur, allgemeinen jüdischen Theologie, zugleich eine . Beleuchtung der Franckschen Kabbala" von D. H. Joel. Beide Schriften haben nur noch antiquarischen Wert. Die Spinozaforschung wird noch immer weiter gefördert. Sie hat in den letzten Jahren zu neuen Ergebnissen geführt und die Beziehungen Spinozas zum Judentum, die trotz der gediegenen Untersuchungen von M. Joel von den berufsmäßigen Philosophiehistorikern ignoriert wurden, hell beleuchtet. Im letzten Berichtsjahr sind erschienen: A. G. A. Balz, „Idea and essence in the philösophies of Hobbes and Spinoza“ und „Spinoza redivivus“ eines Ungenannten. In der zuletzt genannten Schrift tritt der Verfasser in einer fesselnden Darstellung, wie man sie bei diesem Thema kaum für möglich gehalten hätte, mit einer eigenartigen überraschenden These auf, die er durch eine neu zu begründende Spinozaphilologie und Spinozageometrie zu beweisen unternehmen will, um so alle in Spinozas Philosophie seit Jahrhunderten erörterten Schwierigkeiten zu beseitigen. Die Beweise spart sich der Verfasser jedoch für die Fortsetzung seiner Arbeit auf, der man mit gespanntem Interesse entgegensehen darf. S. Gelbhaus veröffentlichte eine Studie „Die