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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1918-01-01 · 21 (1918) · p. Seite 158

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
21 (1918)
Article
Dichterruhm
Date
1918-01-01
Page
Seite 158 (sequence 34)
Language
German
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Er lachte unehrerbietig auf. '"„Der Mann der durchgebrannten Frau", höhnte er. . „Rede keinen Unsinn", schalt die Mutter. „Deine Frau ist verreist. Hast Du die Zeit der Abreise nicht bestimmt, sorg wenigstens dafür, daß sie nach Deinem Willen zurückkommt. Acht Tage ließe ich sie mal wieder Berliner Luft atmen, wo sie nun einmal die weite Reise -gemacht hat. Dann holte ich sie mir wieder". „Ich denke nicht daran" fuhr erl auf. Und dann, als reue ihn der heftige Ton: „Muttel, Du bist ja gut, und ich finde ja immer, meistens hast Du auch recht. — Aber in diesem Fall — nein Mutter, ihr nachlaufen tue ich nicht. Nicht um alles in der Welt". „Das wird auch nicht nötig sein", sagte, sich erhebend, Friede!. „Vielleicht kenne ich Minnie besser als Sie alle. Sie kommt ganz bestimmt von allein wieder". Sie hätte wohl selbst nicht gewußt, womit sie diese in so festem Tone aufgestellte Behauptung hätte begründen sollen. Wer auf dem ganzen Heimweg noch dankte sie dem lieben Gott so recht kindlich dafür, daß er ihr dieses Wort zur rechten Zeit eingegeben hatte. Sie konnte und konnte das dankbare Aufleuchten nicht vergessen, das sie aus Salo Hermanns Augen getroffen hatte. ° . 9. Kapitel. „Verreist?" sagten alle Böhms merkwürdig ungläubig. „Na, natürlich nur verreist", wiederholte Friedel zum so und so vielten Male. „Auf acht Tage mal wieder nach Hause gereist". „Unrecht genug!" brummte Max. „Ach, die!" meinte Eva verächtlich. „De Hermann sieht nebbich aus wie se in ihren ganzen Leben noch nich ausgesehen hat", sagte die Mutter. „Lasser doch die junge Person e bißchen was abnehmen von alle die Geseires ins Geschäft un de Wirtschaft. Zu wohl wird doch jetzt keinem". „Ob sie da so viel nützen könnte", suchte Friedel die Freundin zu verteidigen. „E jedes kann nitzen", sagte die Mutter mit seltener Bestimmtheit. „Schon, daß mer eben zusammen is in

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