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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1918-01-01 · 21 (1918) · p. Seite 133

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
21 (1918)
Article
Dichterruhm
Date
1918-01-01
Page
Seite 133 (sequence 9)
Language
German
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Drohendem Tone, daß sie sofort demütig beteuerte: „Nee, nee, nee, nee, ganz gewiß nich". „Nein. Der Vater der Mutter noch nie", bestätigte "Eva ernst. Auf einmal war es der Friede! nicht recht, daß ihr Max so ganz allein stand. Sie stellte sich neben ihn vor .den Sekretär, vor dem er, die Arme aus dem Rücken gekreuzt, breit stand, und sagte, ganz allein ihm zugewandt: „Wenn Du sie freilich durchaus nicht magst., Aber schließlich", sie sagte es beinahe bittend, „es ist doch die einzige junge Frau hier". „Ob Frau oder Mädchen, das ist doch wohl egal", fiel Eva spitz ein. „Woso egal?" fragte der Vater in tadelndem Tone zurück. „Zwei wolln doch emal mit enander e Wort schmusen über ne egale Sach. Me kann von e jedem lernen. Weist mer der eine, wie ich tun soll, lern ich vom andern, was ich soll lassen. Ich Hab noch immer -gelernt von de Menschen, un wenn se alle miteinander dummer waren als ich. Kein Mensch soll sich iwern andern iwerheben." Friede! hatte ganz versteckt ihres Mannes Hand gefunden, und dieses liebe Zeichen schien ihn gleich zu besänftigen. „Na ja, ich meine, nur nicht so viel", lenkte er gutmütig ein. „Und Du darfst nichts von ihr lernen". „Du darfst ja von ihr lernen", sagte der Vater abschließend. „Was se gut macht, und was kann e jeder »gut machen, wirste lernen. De Seiltänzerröcke un de Löcherstrimpe wirst er nicht nachmachen". Gott sei Dank, Vaters gewährendes Lächeln ermutigte die ganze Familie, fröhlich zu lachen, und die ganze Streitftage war begraben. 3. Kapitel. „Die Leute von Krotomischel haben so eine Wichtigkeit auf sich". Das war einer von Frau Minnies unartigen Aussprüchen, aber, wenn Friede! heute an ihn Dachte, mußte sie lachen- Warum waren sie nur immer

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