Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 21 (1918)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Walten der Natur, zu bescheiden lernt? Daß auch dieses Buch im Weltkrieg neue Bearbeiter gefunden hat, ist nicht zu verwundern. Es sind im -letzten Jahr erschienen: „Das Buch vom Dulder Job", aus dem Hebräischen neu übersetzt und kurz erklärt von N. Peters; „Das Buch. Jjjob", aus dem kritisch hergestellten hebräischen Text metrisch übersetzt und erklärt-von N. I. Schlögl (dasselbe Buch liegt auch in einer Feldausgabe vor) und „Le Probleme du livre de Job“ von R. Pfeiffer. Von den anderen Hagiographen sind zu erwähnen: „Das hohe Lied der Liebe", übersetzt von H.A. Grimm, „Tbe Book of Ruth" (Einleitung, kritisch revidierter Text, kritische Noten, Uebersetzung und Erklärungen) von L. B. Wolfenson und „Die Klagelieder des Jeremia" von W. Baumgarten. Mit einem biblischen Thema beschäftigt sich auch die Schrift „David als religiöser und sittlicher Charakter" von U. Molsen. Der Verfasser zeigt sich bestrebt, der Persönlichkeit des Heldenkönigs, die im 18. Jahrhundert von Voltaire mit vieler Gehässigkeit verunglimpft wurde, in geschichtlicher Würdigung der Zeitverhältnisse, in denen David gelebt hat, gerecht zu werden. Die Apologie hält sich von Uebertreibungen fern und ist damit umso wirkungsvoller. Der Forschung der alttestamentlichen Apokryphen sind gewidmet „Jesus Sirach" von H. W. Zur Rieden, „Apocalyptic probleins" von H. E. Hill und „T>he principal Yersions of Barach" von R. R. Harwell. * * * Das Gebiet der Religionswissenschaft hat auch im letzten Jahre seine Bearbeiter gefunden. Große, von -neuen Gedanken getragene Werke können nicht in jedem Jahr erwartet werden. Aber auch die Kleinarbeit, sofern sie dazu beiträgt, unser Wissen, sei es auch nur in einzelnen Punkten, zu erweitern, Unklarheiten zu beseitigen und Mißverständnisse zu berichtigen, ist von Wichtigkeit. Eine Reihe von Forschungen liegt mir vor, über die ich hier zu berichten habe. In volkstümlicher Darstellung